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Batterierecycling: Cylib ist Teil des Konsortiums SIB:DE

Das Aachener Batterierecyclingunternehmen cylib tritt gemeinsam mit 25 führenden deutschen Herstellern und Forschungseinrichtungen an, um Europas erstes industrielles Recyclingverfahren für Natrium-Ionen-Batterien zu entwickeln.

Das Projekt SIB:DE Entwicklung, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), läuft von März 2026 bis Februar 2029 mit einem Gesamtfördervolumen von 14,5 Millionen Euro. Im Mittelpunkt stehen die Herstellung großformatiger, marktreifer Natrium-Ionen-Zellen sowie die Bewertung ihrer Recyclingfähigkeit, um Europas industrielle Grundlage für Batterien der nächsten Generation zu schaffen, bevor Altbatterien in großem Maßstab vorliegen.

cylib leitet die Recyclingaktivitäten des Konsortiums gemeinsam mit der Technischen
Universität Braunschweig. Für cylib übernehmen Till Gerlach (Head of R&D) und Lisa Pillar (Projektleiterin SIB:DE) die Projektverantwortung. Für das Unternehmen spiegelt dieses Projekt ein grundlegendes Prinzip wider: Recyclinginfrastruktur aufbauen, bevor
Altbatterien in großem Maßstab anfallen. Das Unternehmen hat diesen Ansatz bereits bei Lithium-Ionen-Batterien unter Beweis gestellt und dabei über 140 Millionen Euro an Eigenkapital und öffentlichen Fördermitteln eingeworben.

Die Bauvorbereitungen für die erste Industrieanlage im Chempark Dormagen mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 60.000 Tonnen, was 140.000 Elektrofahrzeugbatterien entspricht, laufen bereits. Natrium-Ionen-Batterien sind der nächste innovative Schritt. Da sich die Technologie zunehmend auf europäischen Märkten etabliert, entwickelt cylib jetzt die Recyclingtechnologie und stellt sicher, dass Kreislaufwirtschaft von Anfang an in die Natrium-Ionen-Technologie integriert wird.

„Dieses Konsortium vereint die gesamte Wertschöpfungskette, von Batterieherstellern und Automobil-OEMs bis hin zu unserer Recyclingkompetenz. Wir warten nicht darauf, dass sich ausgediente Natrium-Ionen-Batterien ansammeln. Wir integrieren Kreislaufwirtschaft von Anfang an in die Technologie“, sagt Dr. Lilian Schwich, Co-CEO von cylib.

Das 25-Partner-Konsortium deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: Batteriehersteller (Varta, EAS Batteries, UniverCell), Elektrolytentwickler (E-Lyte Innovations), Intralogistik (Jungheinrich), Maschinenhersteller (Grob-Werke, Coperion), Recyclingsysteme (acp-systems) sowie Schmierstoffe und Analytik (Fuchs Lubricants). Acht Fraunhofer-Institute, vier führende Universitäten (RWTH Aachen University, die Technische Universität München, die Technische Universität Braunschweig und das KIT) sowie das ZSW bilden das wissenschaftliche Fundament. Das Projekt wird von EDAG Production Solutions koordiniert.

Dualer Ansatz

cylib leitet das Recycling-Arbeitspaket und entwickelt zwei parallele Routen. Die erste folgt der konventionellen mechanischen und hydrometallurgischen Aufbereitung. Die zweite, innovativere Route ist das Direktrecycling, bei dem Aktivmaterialien ohne vollständigen chemischen Aufschluss direkt in die  Zellproduktion zurückgeführt werden. Insbesondere für Produktionsausschuss könnte dieser Ansatz die Verarbeitungskosten erheblich senken und gleichzeitig die Materialqualität erhalten. Eine Demonstration im Pilotmaßstab ist für Anfang 2029 geplant.

„Natrium-Ionen-Batterien nutzen weit verbreitete Rohstoffe. Doch erst das Recycling macht die Technologie wirklich nachhaltig und skalierbar. Dieses Projekt legt das Fundament für eine zirkuläre europäische Wertschöpfungskette“, sagt Schwich.

Quelle: cylib

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