TÜV Süd Denmark ApS ist seit dem 27. Februar 2026 offiziell für die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 akkreditiert. Die Akkreditierung bescheinigt TÜV Süd die Kompetenz, die organisatorische Unabhängigkeit und die technische Ausstattung, um die komplexen Anforderungen der europäischen Batterieverordnung bewerten zu können.
Im nächsten Schritt strebt TÜV SÜD Denmark ApS die Anerkennung als Benannte Stelle für die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 an.
Die EU-Batterieverordnung ist ein zentraler Baustein der europäischen Nachhaltigkeits- und Industriestrategie. Sie ersetzt die bisherige Batterierichtlinie und schafft erstmals ein unmittelbar geltendes, einheitliches Regelwerk für Batterien aller relevanten Typen – von Geräte- und Industriebatterien bis hin zu Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge. Dabei werden sowohl klassische Sicherheits- und Leistungsanforderungen geregelt als auch neue, weitreichende Pflichten eingeführt.
Beispiele hierfür sind der CO₂-Fußabdruck, Mindestanteile recycelter Materialien, Sorgfaltspflichten in der Lieferkette, die Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Batterien sowie Transparenzanforderungen wie der digitale Batteriepass. Damit betrachtet die Verordnung erstmals die Herstellung, Nutzung und das Ende des Nutzungszyklus von Batterien als zusammenhängendes System und macht Nachhaltigkeit, Transparenz und Kreislauffähigkeit zu überprüfbaren regulatorischen Anforderungen.
Zentrale Rolle bei Umsetzung der EU-Batterieverordnung
Mit der Akkreditierung schafft TÜV Süd die Grundlage, eine Schlüsselrolle bei der praktischen Umsetzung dieser Anforderungen übernehmen zu können. Die Akkreditierung bestätigt die fachliche Kompetenz, die organisatorische Unabhängigkeit und die technische Ausstattung von TÜV Süd. Damit ist TÜV Süd auf dem besten Weg, als Benannte Stelle für die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 anerkannt zu werden.
„Die EU-Batterieverordnung markiert einen grundlegenden Wandel im regulatorischen Umgang mit Batterien. Erstmals werden Nachhaltigkeit, Sicherheit und Transparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg verbindlich zusammengeführt“, erläutert Benjamin Sommer, Business Development Manager Circular Economy bei TÜV Süd. Die Akkreditierung ist daher weit mehr als ein formaler Schritt: „Sie bescheinigt uns die Kompetenz, diese komplexen Anforderungen bewerten zu können.“
Technische und datenbezogene Expertise als Erfolgsfaktor
TÜV Süd bringt in diese Aufgabe seine langjährige Erfahrung in der Batterie-, Elektromobilitäts- und Nachhaltigkeitsbewertung ein. Das Leistungsportfolio umfasst Sicherheits- und Leistungsprüfungen, Konformitätsbewertungen nach europäischen Harmonisierungsrechtsvorschriften sowie die Verifizierung komplexer, global erhobener Nachhaltigkeitsdaten entlang der gesamten Lieferkette.
Mit der Akkreditierung für die EU-Batterieverordnung unterstreicht TÜV Süd seinen Anspruch, eine führende Rolle bei der sicheren, nachhaltigen und zukunftsfähigen Gestaltung des europäischen Batteriemarktes einzunehmen. Das Unternehmen will Transparenz, Prüfbarkeit und Vertrauen als neue Referenzgrößen der Batterieindustrie aktiv mitgestalten.
Quelle: TÜV Süd



