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Fakuma 2023 – ein Feuerwerk an Innovationen

Die 28. Fakuma, internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, ist vom 17. bis 21. Oktober 2023 erfolgreich über die Bühne gegangen.

Mit 1.636 Ausstellern – zehn Prozent mehr als bei der vergangenen Fakuma 2021 – in zwölf Messehallen und mehreren Foyerflächen war die Fachmesse ein ausgebuchtes Fest für den Kunststoff und hat viele Feuerwerke gezündet. Volles Haus, zufriedene Aussteller, 39.343 begeisterte Fachbesucher, zukunftsgewandte Themen – das Resümee kann sich mehr als sehen lassen.

Der Messeveranstalter hatte ein Fest für den Kunststoff angekündigt – und das war die Fakuma 2023 auch! 1.636 Aussteller zeigten auf 85.000 Quadratmeter jede Menge Neuheiten und gaben vor allen Dingen viele zuversichtliche Ausblicke für die Zukunft, was die Abbaumöglichkeiten und Wiederverwertbarkeit der Kunststoffe angeht. Die Messethemen insgesamt fußten auf den Themensäulen Digitalisierung, Automatisierung, Flexibilität, Energieeffizienz – und Nachhaltigkeit. Die Etablierung geschlossener Materialkreisläufe, die Produktoptimierung für das Recycling sowie die Aufbereitung von Rezyklaten für hochwertige Anwendungen standen vielfach ganz oben auf der Agenda. Insgesamt folgen die neuen Technologien den aktuellen Herausforderungen Ressourcenschonung und Netto-Null-Emission.

Hohe Internationalität, zufriedene Aussteller

44 Prozent der Aussteller waren aus dem Ausland nach Friedrichshafen gekommen – 134 Unternehmen aus Italien, 120 aus China, 79 aus der Schweiz, 70 aus Österreich, 58 aus der Türkei, 55 aus Frankreich. Durchweg gab es begeisterte und positive Stimmen. Dr. Micaela Lorenzi, CEO von Green Chemicals, findet die Fakuma „eine fantastische Messe“. Sie war mit ihrem Team in diesem Jahr zum ersten Mal Aussteller in Friedrichshafen – das italienische Unternehmen hatte es nach zwei Jahren endlich von der Warteliste live in die Messehalle geschafft. Green Chemicals zeigte umweltfreundliche Lösungen für Polymere und deren Recycling und will auch nächstes Jahr wieder dabei sein. „Weil sich hier die Branche trifft“, ist das prägnante und unschlagbare Teilnahmeargument von Daniel Römhild, General Manager bei WIS Kunststoffe. „Die Fakuma ist für uns ein idealer Platz, um uns mit Kunden auszutauschen und die Vorteile einer Zusammenarbeit herauszustellen“, bekräftigte Rüdiger Dzuban, Leiter Marketing bei ONI in Lindlar.

Immer nah am Kunden auf der Fakuma

Jörg Stierand, Vertriebsleiter für die Automobilprodukte bei Leonhard Kurz, findet die Fakuma „eine tolle Plattform“, um Produkte und Maschinenlösungen anschaulich zu zeigen und mit Kunden und potenziellen Kunden neue Geschäftsfelder zu generieren. Für Thomas Rätzsch, Geschäftsführer von Aurora Kunststoffe, ist die Fakuma der ideale Platz, um mit allen Partnern zu sprechen, die wir für die Implementierung von neuen, nachhaltigen Kunststofflösungen benötigen.“ Bernd Schäfer, geschäftsführender Gesellschafter bei Deifel Buntfarbenfabrik, bezeichnete die Fakuma als „die Messe schlechthin! Sie ist eine Superplattform, um uns mit Kunden zu vernetzen und das Netzwerk auszubauen. Hier sind wir immer nah dran am Kunden.“

Spritzgießmaschinen als Publikumsmagnet

Traditionell waren die großen Spritzgießmaschinen faszinierende Hingucker und echte Publikumsmagneten. Zu den Neuheiten gehörten hier Anlagen mit vollelektrischen Antrieben, die die Maschinen flexibel und leistungsstark machen. Auch viele nachhaltige Lösungsideen für Verpackungen, Recycling-Compounds und Metall-Ersatz-Lösungen wurden gezeigt. Unter anderem waren Maschinen zum Mahlen und Zerkleinern ebenso auf der Messe vertreten wie moderne Kühlanlagen und energieeffiziente Werkzeugtemperiertechnik, Systeme für die Prozessüberwachung und Datenerfassung sowie natürlich Neuheiten aus dem Bereich des industriellen 3D-Drucks. Auch der zunehmende Einsatz zirkulärer Rohstoffe statt fossiler Rohstoffe war vielerorts Thema auf der Fakuma. Die Branche arbeitet in vielen Einsatzgebieten Schritt für Schritt daran, biobasierte Rohstoffe zu verwenden.

Schritt für Schritt zur Kreislaufwirtschaft

Die Fakuma 2023 hat eine wesentliche Entwicklung unterstützt: Produkte ganzheitlich zu konzipieren und die Wiederverwertung sowie Abbaubarkeit voranzubringen. Design for Recycling – so lautet die Devise ab sofort. Denn Kunststoff ist ein kostbarer Wertstoff, der auch in der Öffentlichkeit viel mehr als solches wahrgenommen werden muss. Das Runde-Tisch-Gespräch „Kunststoff – Wertstoff statt Problemstoff“ hat eindrucksvoll ergeben, dass hier noch viel Aufklärung nötig ist. Kreislaufwirtschaft ist weder Abfallwirtschaft, noch ist es Umweltpolitik, noch ist es Industrie- oder nur Wirtschaftspolitik – es ist alles zusammen. Deshalb sind alle Beteiligten für die gemeinsame Bewältigung der Herausforderungen gefragt. Jetzt krempelt die Branche die Ärmel weiter hoch, um die Aufgaben der nächsten Monate mit Elan anzugehen. Und freut sich aufs Wiedersehen in Friedrichhafen mit vielen Weiterentwicklungen und zukunftsfähigen Lösungen bei der 29. Fakuma vom 15. bis 19. Oktober 2024!

Quelle: P. E. Schall GmbH & Co. KG

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