Alternative Antriebe in der kommunalen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung

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Foto: Andi Karg

Welche Erfahrungen haben VKU-Mitgliedsunternehmen mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen gemacht? Was sind die technischen Besonderheiten? Und welche Vor- und Nachteile gibt es, vor allem was die Tank- bzw. Ladeinfrastruktur betrifft? In der neuen Publikation Information 104 „Alternative Antriebe in der kommunalen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung“ stellt der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) umfassende Informationen zum Thema zur Verfügung.

Der Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen ist der zentrale Hebel, um die Treibhausgasemissionen und die Luftschadstoffe des heutigen Straßenverkehrs zu reduzieren und somit die Klimaziele auf der europäischen und nationalen Ebene zu erreichen. Um dem Ziel – saubere und lebenswerte Städte und Regionen – näherzukommen, wurde mit dem „Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge“ die europäische Clean Vehicles Directive in nationales Recht umgesetzt. Das Gesetz setzt bei öffentlichen Auftraggebern verbindliche Mindestziele für die Beschaffung emissionsarmer und -freier – sprich „sauberer“ – Pkw sowie leichter und schwerer Nutzfahrzeuge.

Auch private Auftragnehmer müssen sich auf den Einsatz einer Mindestquote sauberer Fahrzeuge einstellen, wenn sie sich auf bestimmte öffentliche Ausschreibungen, etwa die Sammlung von Siedlungsabfällen, bewerben.

Die vorliegende Infoschrift mit einem Vorwort vom Staatssekretär Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, stellt bisherige Erfahrungen von VKU-Mitgliedsunternehmen mit Fahrzeugen, die auf Basis alternativer Antriebe funktionieren, dar und gibt eine Einführung in die Besonderheiten der jeweiligen Techniken mit ihren Vor- und Nachteilen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Tank- bzw. Ladeinfrastruktur. In einem Ausblick werden der derzeitige Sachstand der Nutzung alternativer Antriebe in der kommunalen Abfallwirtschaft zusammengefasst und Forderungen an Hersteller sowie Politik im Allgemeinen formuliert.

Steffen Bilger, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sagt dazu:

„Ich begrüße die intensive Auseinandersetzung des VKU mit der Thematik alternativer Antriebe bei kommunalen Fahrzeugen. Unser Ziel ist ein schneller Umstieg auf klimafreundliche Antriebe für saubere Städte! Eine gute Informations- und Erfahrungsbasis ist dafür unerlässlich. Für den Erfolg entscheidend ist zudem die Wettbewerbsfähigkeit der alternativen Antriebe gegenüber Bestandstechnologien. Als BMVI unterstützen wir daher seit vielen Jahren die Umstellung auf alternative klimafreundliche Antriebe im kommunalen Bereich, unter anderem über die Förderrichtlinie Elektromobilität sowie im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Über die Förderrichtlinie Elektromobilität konnten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1.000 Vorhaben mit nahezu 20.000 Elektrofahrzeugen und circa 8.800 Lade-Infrastruktureinheiten gefördert werden. Diese Fahrzeuge sind Teil der Verkehrswende und täglich auf den Straßen zu sehen. Zudem haben wir aktuell neue technologieübergreifende Förderangebote für klimafreundliche Nutz- und Sonderfahrzeuge sowie für Busse mit sehr attraktiver Förderquote aufgelegt. Begleitet werden diese Programme durch Fördermöglichkeiten zum Aufbau der notwendigen Tank- und Ladeinfrastrukturen. Von diesem Gesamtpaket profitieren besonders auch die Kommunen.“

Im Anhang der Infoschrift werden ferner die wichtigsten praktischen Fragen zum „Saubere Fahrzeuge-Beschaffungsgesetz“ beantwortet.

Weitere Informationen unter https://www.vku.de/publikationen/2021/information-104/.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.

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