Spatenstich bei Gröger Recycling – Bau von drei neuen Hallen

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Von links: Richard Dauberschmidt (Rohstoffverwertung Gröger), Dieter Mengele, Frauke Mannes, Dr. Hans Reichhart (Landrat), Gerhard Jauernig (Oberbürgermeister), Sybille Hoot (Gröger), Jürgen Backeler (CSG Container-Service, im Bild verdeckt), Lars Gröger, Franz Traub (Traub Bau), Erwin Gröger, Rolf Beck (Traub Bau), Josef Schuster (Schuster Architekten), Alexander Graile (Schuster Architekten) (Foto: Gröger Recycling)

In diesem Jahr feiert Gröger Recycling nicht nur 70-jähriges Jubiläum, sondern startet auch mit dem Bau von drei neuen Hallen. Am 2. Juli 2021 war Spatenstich in der Rudolf-Diesel-Straße in Günzburg, wo das Unternehmen 2017 das 18.000 Quadratmeter große Areal der Firma Luible gekauft hat.

„Jetzt geht es los!“, freut sich Geschäftsführer Lars Gröger bei seiner Begrüßungsrede. Zwar sei die Planungs- und Genehmigungsphase langwierig gewesen, aber es habe stets ein konstruktiver Austausch mit der Stadtverwaltung und dem Landratsamt stattgefunden, wie Gröger betonte. Als Gäste sind neben Oberbürgermeister Gerhard Jauernig auch Landrat Hans Reichhart, der ehemalige Seniorchef Erwin Gröger, Architekt Josef Schuster aus Krumbach sowie der beteiligte Bauunternehmer Franz Traub vor Ort.

In sechs Monaten Bauzeit soll auf dem Gelände eine 2000 Quadratmeter große Schrottplatzhalle entstehen, in der Stahlschrott und Metall gelagert und wieder aufbereitet wird. „Mit dem Bau dieser Halle sind wir absolute Vorreiter, denn in nicht allzu ferner Zukunft wird es gängige Praxis sein, Schrott auf diese Weise zu lagern“, betont auch Prokuristin Sybille Hoot. Um auch Klimaziele zu erreichen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, kommen ausschließlich Elektromaschinen zum Einsatz, zum Beispiel Elektrobagger und eine 650-Tonnen-Scherpresse, die mit Strom von der eigenen Photovoltaikanlage betrieben werden. 500.000 Tausend Euro investiert das Unternehmen allein für die PV-Anlage.

Für den Lärmschutz werden für das Hallendach schalldämmende Paneele verwendet. „Es ist beeindruckend, was von den Herren Gröger hier geleistet wurde und wie sich das Unternehmen in den letzten 70 Jahren entwickelt hat und damit die Entwicklung in dieser Umweltbranche aktiv mitgestaltet hat. Inzwischen ist jedem bewusst, dass unsere Ressourcen begrenzt sind und wir unsere Konsumabfälle nicht in die weite Welt verschicken dürfen, sondern eigene Lösungen weiterentwickeln müssen“, hebt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seinem Grußwort hervor.

Umschlagsvolumen steigt stetig

Den Platz in der Rudolf-Diesel-Straße braucht der Rohstoffverwerter dringend, denn in den letzten Jahren ist der Umschlag von Material stetig gestiegen – auf mittlerweile 150.000 Tonnen pro Jahr. „Ein weiterer Vorteil ist, dass durch den neuen Standort unsere Werke in der Siemensstraße und im Industriegebiet entlastet werden“, erklärt Lars Gröger, der das Familienunternehmen in der dritten Generation führt.

Der offizielle Spatenstich für die Schrottplatzhalle gilt auch für die beiden weiteren je 700 Quadratmeter großen Neubauhallen, die Gröger in diesem Jahr baut. Eine Pultdachhalle entsteht auf dem Gelände der CSG Container Service Gröger GmbH in der Daimlerstraße, die andere auf dem daran angrenzenden Gelände der Rohstoffverwertung. „Damit reduzieren wir Emissionen, verbessern die Lagerung der unterschiedlichen Metall-Qualitäten und gestalten den Umschlag von unterschiedlichen Wert- und Rohstoffen effizienter“, informiert Lars Gröger.

Auf die Frage, warum Gröger drei Hallen auf einmal baut, antwortet der Geschäftsführer: „2012 haben wir das letzte Mal gebaut, die Projektplanung hätte sich so ergeben und nun ist es Zeit, weiter in die Zukunft zu investieren. Es sollen Arbeitsplätze gesichert werden und weitere entstehen und die Weichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Unternehmens gestellt werden, damit wir attraktiver Partner für Kunden und Mitarbeiter bleiben.“ Er sieht in den Baumaßnahmen den Anfang eines neuen Abschnitts, damit man für die Anforderungen der nächsten Jahre gut gerüstet sein wird. Er stellt fest, dass die Hallen ein solides Fundament erhalten, auf dem diese lange stehen können und bedankt sich bei Kunden und Mitarbeitern, welche das eigentliche Fundament der Firma darstellen. Aktuell werden noch Wiegemeister und Auszubildende für Lagerlogistik gesucht.

Informationen zu Gröger Recycling

Gröger Recycling ist regionaler Marktführer in der Rohstoffverwertung und beschäftigt derzeit 150 Mitarbeiter. Die Gruppe setzt sich zusammen aus der Muttergesellschaft Gröger (Rohstoffverwertung für Schrott und Metall), der CSG Container-Service Gröger GmbH (Entsorgungsdienstleistungen), der L+N Recycling GmbH (Recycling von Kühlgeräten und Elektroschrott) sowie der Weißtrans Logistik (Schubboden Spedition für Schüttgüter). Jährlich werden rund 150.000 Tonnen Stahlschrott und Nicht-Eisen-Metall, 50.000 Tonnen Papier, Kartonagen, Folie Glas und Gewerbemüll, 20.000 Tonnen Kühlgeräte und E-Schrott erfasst, aufbereitet und vermarktet.

Quelle: Gröger Recycling

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