E-Schrott-Sammelquote zu niedrig – So kann Recycling nicht funktionieren

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Sammelcontainer für Elektrokleingeräte (Foto: Stadtwerke Aschaffenburg, Entsorgung / abfallbild.de)

Deutschland ist immer noch weit entfernt davon, die vorgegebene Mindest-Sammelquote für Elektroaltgeräte von 65 Prozent zu erreichen.

Um endlich in den Zielbereich der Quote zu gelangen, sollten Erstbehandlungsanlagen stärker in die Sammlung einbezogen und die Sammelsystematik verbessert werden, forderte der bvse-Fachverbandsvorsitzende Bernhard Jehle in einem Videoimpuls auf dem bvse-Branchenforum, das am 17. Juni 2021 stattfand.

Seit dem 1. Januar 2019 gilt in Deutschland eine Mindesterfassungsquote von 65 Prozent pro Jahr, bezogen auf das Durchschnittsgewicht der in den jeweiligen drei Vorjahren neu in Verkehr gebrachten Elektro- und Elektronikgeräte. Die Sammelmenge hat sich bislang jedoch lediglich auf durchschnittlich etwa 853.000 Tonnen pro Jahr eingependelt. Das entspricht einer Quote von etwa 45 Prozent. Die Bürgerinnen und Bürger geben ihre alten Elektrogeräte bisher meist nur bei ihrem kommunalen Entsorger oder dem Elektrohandel ab. Das reicht aber offensichtlich nicht aus, denn es fehlen nach wie vor gut 420.000 Tonnen im Jahr.

Mit der Novelle des Elektrogesetzes sind aus Sicht des bvse jetzt zwar schon einige gute Ansätze für eine Steigerung der Sammlung und des Recyclings gefunden geworden. Jedoch gibt es noch einige Punkte, die nach Ansicht des bvse-Fachverbandsvorsitzenden Bernhard Jehle in Angriff genommen werden müssen, damit mehr Recycling realisiert und Materialkreisläufe geschlossen werden können. […]

Lesen hier die vollständige Pressemitteilung des bvse. Und hier geht´s zum YouTube-Beitrag des Verbandes.

Das Fachmagazin EU-Recycling wird in der August-Ausgabe ausführlich vom diesjährigen bvse-Branchenforum – Forum Schrott und Elektro(nik)-Altgerätetag – berichten.

Quelle: bvse