Sammelsystem für Elektroschrott in Singapur – Alba Group gewinnt Ausschreibung

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Bild: ©Alba Group

Die Alba Group hat als erster Umweltdienstleister den offiziellen Auftrag zur Sammlung von Elektro- und Elektronikschrott in Singapur erhalten. Die National Environment Agency, das Umweltministerium des Stadtstaates, hat der Recyclingspezialistin den Zuschlag nach einer weltweiten Ausschreibung erteilt.

Kern des Auftrags ist der Aufbau eines Sammelsystems bestehend aus Behältern, temporären Sammelstellen am Wochenende, Rücknahmesystem beim Handel und einem kostenpflichtigen Abholservice im gesamten Stadtgebiet. Grundlage ist ein neues Gesetz, das erstmals in Singapur das Prinzip der Herstellerverantwortung für die Abfallsammlung und das Recycling etabliert. Alba ist damit auch das erste Unternehmen, das auf einer solchen Basis ein komplettes Dienstleistungsangebot für die 5,7-Millionen-Metropole entwerfen und realisieren soll.

Das Material geht dann an von Alba Singapur ausgewählte auditierte Verwerter zur Zerlegung und Aufarbeitung. Zum Konzept gehört auch eine verstärkte Information der Bevölkerung, um diese mit dem neuen System vertraut zu machen. Eingebunden wird dazu auch die „Step Up-App“, die Alba mit der Übernahme des Entsorgungsauftrags für den Stadtbezirk Jurong im vergangenen Jahr etabliert hat. Wer Elektroschrott sammelt, bekommt über die App Punkte gutgeschrieben, die in Einkaufsvorteile bei verschiedenen Geschäften umgewandelt werden.

„Wir fühlen uns geehrt, Singapur auf seinem Weg zum führenden Nachhaltigkeitsstaat zu unterstützen. Wir werden mit allen Partnern weiter daran arbeiten, Singapur seinem Ziel einer ‚Zero Waste Nation‘ noch ein Stück näher zu bringen“, sagt Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der Alba Group. „Dazu verknüpfen wir unsere fortschrittliche Entsorgungs- und Recyclingtechnologie mit digitalen Angeboten.“

Für die Auswahl der optimalen Sammelplätze setzte Alba Singapur ein auf Künstliche Intelligenz gestütztes Geo-Informationssystem ein. Im Ergebnis hat jeder Einwohner, der wie 80 Prozent in einem Gebäude der staatlichen Wohnungsbaugenossenschaft lebt, maximal 500 Meter zum nächsten Sammelplatz – ein beachtlicher Komfort. Dort werden Behälter stehen, in denen getrennt Elektroschrott, Batterien und Leuchten gesammelt werden. Finanziert wird die Sammlung aufgrund des neuen Gesetzes zur Herstellerverantwortung für Elektroschrott durch die Produzenten und Importeure, die eine feste Gebühr zahlen sowie einen Zuschlag für jedes recycelte Kilogramm. Bereits zum 1. Juli dieses Jahres soll das neue System seinen Betrieb aufnehmen.

Quelle: Alba Group

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