„Wo entsorge ich was?“ Rund 500 Abfallarten hinterlegt

949
Bild: Pixabay

FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH bringt digitalen Sprachassistenten an den Start.

Bei einer Vorführung am Dienstag durch das FES-Innovationsmanagement nahm Frankfurts Umweltdezernentin und FES-Aufsichtsratsvorsitzende Rosemarie Heilig den Assistenten symbolisch in Betrieb. „Wenn die kommunale Entsorgung dank technischer und digitaler Dienste verständlicher dargestellt und leichter zugänglich wird, dann ist das eine sehr gute Nachricht für Frankfurt. Das freut mich besonders für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.“

Der auf Google-Basis programmierte Assistent ist zugleich der erste in der deutschen Abfallwirtschaft. Rund 500 Abfallarten sind hinterlegt bei der typischen Frage-Antwort-Kombination des „Wo entsorge ich was?“ Dabei zeigt der Assistent auch Entsorgungswege auf, wenn FES bei speziellen Abfällen einmal nicht direkt helfen kann. Bürger haben ferner die Möglichkeit, nur per Sprachbefehl einen Sperrmülltermin zu vereinbaren, für den sie ihre Abfälle bis zehn Kubikmeter analog zum FES-Internetportal einfach mündlich angeben.

„Okay Google – Mit FES Frankfurt sprechen“

Die Orientierungshilfe funktioniert auch räumlich: Nur wenige Fragen an den Assistenten führen den Smartphone-Nutzer wie ein Auto-Navigationsgerät zum nächsten Glascontainer, Wertstoffhof, Schadstoffmobil oder öffentlichen WC. Auch die Entsorgung des Hausmülls ist mitgedacht: Der persönliche Abfallkalender mit den Leerungsterminen aller vier Abfalltonnen kann nur mit Sprache in zwei Sätzen abgefragt werden.

Den Sprachassistenten startet man auf Smartphones oder Tablets mit Google-Betriebssystem (Android) mit den einfachen Worten „Okay Google“ und dem anschließenden Satz „Mit FES Frankfurt sprechen“. Auf Geräten mit Apple (iOS)-Betriebssystem muss zunächst der Google Assistant installiert werden, der per Antippen gestartet und dann analog per Sprachbefehl gesteuert wird.

Hinter dem FES-Sprachassistenten steckt ein erheblicher Entwickleraufwand. Insbesondere die Anbindung an die FES-internen SAP-Systeme stellte die Programmierer vor eine Herausforderung. Hinzu kam ein strenger Abgleich mit den Datenschutzgesetzen. FES-Innovationsmanager Jochen Schmitz: „Hier wurden komplexe Dienstleistungen der Entsorgung in einen Helfer mit maximal einfacher Sprache umgesetzt. FES zeigt, dass digitale Services für sie kein Neuland mehr sind.“

Zahlen und Fakten:

  • über 300 verschiedene implementierte Antwortmöglichkeiten
  • Live-Abfrage zu aktuellen Leerungsterminen
  • Angepasste Dialoge für die verschiedenen Endgeräte (Geräte ohne Display, Geräte mit Display) für ein optimales Nutzungserlebnis
  • Große Wissensdatenbank u. a. mit über 1.000 Altglascontainerstandorten und allen Annahme- und Verkaufsstellen für den Frankfurter #MainBecher

Quelle: FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH

Anzeige