Rückgewinnung von über 90 Prozent der PU am Ende der Lebensdauer ist möglich

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Bild: Redwave

Das Projekt „PUReSmart“ zielt darauf ab, den Polyurethan (PU)-Lebenszyklus durch anwendbare Methoden zu ändern und zu verbessern, um die Komponente in ein nachhaltigeres Material zu verwandeln. Ein Projektpartner ist der Maschinen- und Anlagenhersteller Redwave/BT-Wolfgang Binder GmbH in Österreich.

PU-Schäume sind anders als thermoplastische Materialien wie PET oder PE nicht schmelzbar. Daher sind PU-Schäume wie Matratzen und Polster äußerst schwierig zu recyceln. Aus diesem Grund werden solche Materialien kaum recycelt und PU-Schäume landen meist auf Deponien oder zur Energierückgewinnung in Verbrennungsanlagen. Das Projekt „PUReSmart“ stellt sich der Herausforderung, Technologien, die auf einen effizienten chemischen Recyclingprozess ausgerichtet sind, zu entwickeln und zu implementieren.

Dies ist aufgrund eines Konsortiums – bestehend aus neun Mitgliedern von sechs europäischen Ländern – möglich, welches intelligente Technologien entwickelt, um PU-Materialien zu separieren und daraus neue PU-Produkte zu schaffen. Die kompetentesten Unternehmen auf diesem Gebiet kümmern sich darum. Jede Institution leistet einen anderen Beitrag. Redwave ist für die Bereitstellung automatisierter Sortierlösungen verantwortlich, um PU-Schäume aus Abfallströmen rückzugewinnen. Auf diese Weise wird der Bedarf an Rohstoffen und Abfallbehandlung reduziert.

Vier Jahre lang erarbeiten die Partner eine Strategie der intelligenten Sortierung, mit dem Endziel 90 Prozent des PU-Materials am Ende der Lebensdauer wiederzugewinnen. Die Investition von sechs Millionen Euro wird von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 unterstützt.

Katharina Ander, Mitglied des Redwave R&D Teams erklärt, „Im Zuge des Projektes PUReSmart testen wir verschiedene Sensoren, um die beste Lösung zur Differenzierung der PU-Schäume zu finden. Dank des breiten chemischen Wissens des Konsortiums, steht uns eine solide Datenbank zur Verfügung. Am Ende des Projektes wird unsere Technologie in der Lage sein, die PU-Schäume am Ende ihrer Lebensdauer in verschiedene Fraktionen zu sortieren. Diese Fraktionen werden anschließend entweder chemischen oder mechanischen Recyclingprozessen zugeführt. Und natürlich streben wir hohe Ziele an: Trotz des großen Schaumvolumens wollen wir in der Lage sein, mit hohen Durchsatzmengen umgehen zu können, um das PU-Recycling wirtschaftlich zu gestalten.“

Quelle: Redwave

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