Weniger Haushaltsabfälle pro Kopf in Mecklenburg-Vorpommern

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Petra Hoeß, Fabion Markt + Medien / abfallbild.de

Wie das Statistische Amt mitteilt, wurden aus den privaten Haushalten Mecklenburg-Vorpommerns im Jahr 2018 insgesamt rund 704.000 Tonnen Abfälle von den öffentlich-rechtlichen Entsorgern eingesammelt.

Das waren fast 6.000 Tonnen weniger als 2017. Das Abfallaufkommen pro Kopf sank von 441 auf 438 Kilogramm. Rund 52 Prozent der Haushaltsabfälle 2018 waren Haus- und Sperrmüll.

Mit 229 Kilogramm pro Einwohner stellten Haus- und Sperrmüll den größten Anteil an den Haushaltsabfällen der Privathaushalte (rund 52 Prozent). Das reine Hausmüllaufkommen (Restmüll) belief sich dabei auf 178 Kilogramm, die Jahressperrmüllmenge auf 50 Kilogramm je Einwohner. Im Jahr 2018 standen bei den Privathaushalten Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt rund 368.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll zur Entsorgung an. Das waren rund 5.000 Tonnen mehr als 2017.

Den zweitgrößten Anteil an den privaten Haushaltsabfällen bilden Wertstoffe, wie zum Beispiel Papier, Pappe, Karton, gemischte Verpackungen, Kunststoffe, Textilien oder Glas. Insgesamt fielen 2018 in Mecklenburg-Vorpommern rund 211.000 Tonnen Wertstoffe an, rund 4.000 Tonnen weniger als 2017. Die Pro-Kopf-Sammelmenge an Wertstoffen sank von 133 Kilogramm (2017) auf 131 Kilogramm (2018).

Organische Abfälle bilden die nach Aufkommen drittgrößte Abfallgruppe privater Haushalte. Von diesen Bioabfällen (Biotonne, biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle) fielen 2018 in Mecklenburg-Vorpommern 125.000 Tonnen zur Entsorgung an. Das waren rund 6.000 Tonnen weniger als 2017. Die Pro-Kopf-Sammelmenge an organischen Abfällen sank von 81 Kilogramm (2017) auf 78 Kilogramm.

Innerhalb von fünf Jahren hat in Mecklenburg-Vorpommern die Haushaltsabfallmenge pro Kopf um elf Kilogramm zugenommen. Dies erfolgte vor allem aufgrund des Anstiegs der organischen Abfallmenge je Einwohner von 59 (2013) auf 78 Kilogramm je Einwohner (2018). Diese Entwicklung wurde durch einen nur sehr geringen Rückgang der Haus- und Sperrmüllmenge (- 2 Kilogramm pro Kopf) begleitet.

Quelle:  LAiV – Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

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