Sims veräußert deutsche Metallrecycling-Aktivitäten an Remondis-Tochter

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Greifer auf einem Schrottplatz (Foto: Pixabay)

Sims Metal Management (SMM), einer der weltweit führenden Metallschrottaufbereiter hat erklärt, alle seine europäischen Unternehmensteile in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Schweden an TSR Recycling, einer 100 prozentigen Tochter der Remondis Gruppe mit Sitz in Lünen für 83,5 Millionen Euro verkauft zu haben.

Der Verkauf erfolgte vorbehaltlich der Genehmigung der europäischen Wettbewerbsbehörde. In einem Schreiben an die Kunden, das dem bvse vorliegt, erklärte die Geschäftsleitung, dass man sich entschlossen habe, die Standorte Bergkamen (Deutschland), Müllendorf (Österreich), Eindhoven (Niederlande), Sint Niklaas (Belgien) und Katrinenholm (Schweden) rückwirkend zum 30. September 2019 zu verkaufen.

Laut WSN (Metal Expert) hatten die Standorte im VK starke Verluste für das erste Finanzhalbjahr 2019 gemeldet, da der Handel mit türkischen Abnehmern stark rückläufig war und die Qualitätskontrollen der Schrotte strenger geworden seien. SMM betonte, seine Positionen in Nordamerika, dem größten operativen Geschäftsfeld des Unternehmens, deutlich verbessern zu wollen. Man werde das NE-Metallrecyclinggeschäft ankurbeln und gleichzeitig das Fe-Geschäft in den USA innerhalb der kommenden sechs Jahre um 40 Prozent steigern. Bis dato verfügt SMM über mehr als 250 Metallrecyclinganlagen in 18 Ländern der Erde.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

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