Charta für Holz 2.0: Sechs Arbeitsgruppen laden zum offenen Dialog

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Bild: Pixabay

Öffentliche Statustagung am 17. September 2019 in Berlin.

Zweieinhalb Jahre nach dem Start der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiierten Charta für Holz 2.0 lädt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Auftrag des BMEL zur Bestandsaufnahme ein: Mitte September 2019 gibt es in Berlin eine Statustagung zum aktuellen Arbeitsstand in den sechs Charta-Arbeitsgruppen mit öffentlicher Debatte.

Die erste „Statustagung Charta für Holz 2.0“ richtet sich insbesondere an Bauplaner, Architekten und Bauherren, Dozenten in Studiengängen und Berufen der Holzbranche, Aus- und Weiterbildungsbetriebe sowie Forschungseinrichtungen und Forschungsförderer. Ebenso willkommen sind die Vertreter der Verbände Forst und Holz, Unternehmen des Holzrecyclings, des Holztransportes, der forstlichen Dienstleister und der Transportlogistik und solche, die sich mit der energetischen Verwertung von Roh- und Altholz befassen. Angesprochen sind zudem Waldbesitzer, Betreiber von Datenbanken und Informationsplattformen zur Bioökonomie und kommunale Entscheider.

„Die Bundesregierung stellt in ihrem Klimaschutzplan 2050 fest, dass das Erreichen der Klimaschutzziele maßgeblich auch vom klimabewussten Verhalten der Verbraucher abhängt“, unterstreicht FNR-Geschäftsführer Dr. Andreas Schütte. Hier setzt die Charta-Arbeitsgruppe „Wald und Holz in der Gesellschaft“ mit Aufklärungs- und Informationsangeboten etwa zur Verwendung klimafreundlicher Holzprodukte an. Die gezielte Züchtung von klimastabilen Forstpflanzen mit großem Nutzholzpotenzial und die Verfügbarkeit von Nadelholz durch neue Waldbaukonzepte im Klimawandel gehört zu den Arbeitsschwerpunkten der Gruppe „Ressource Wald und Holz“. Indes untersucht die Arbeitsgruppe „Material- und Energieeffizienz“ neben Maßnahmen zur Mehrfachverwendung von Altholz unter anderem das Optimierungspotenzial beim Holztransport und Möglichkeiten zur Erhöhung des Wirkungsgrades emissionsreduzierter Holzheizanlagen.

Die Schwerpunkte dreier weiterer Arbeitsgruppen zielen beispielsweise auf den Abbau holzdiskriminierender Rechtsvorschriften bei Sanierung und Neubau (AG „Bauen mit Holz in Stadt und Land“), auf das Identifizieren neuer Möglichkeiten für den Einsatz von Laubholz (AG „Potenziale von Holz in der Bioökonomie“) sowie auf Vernetzung, Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftegewinnung (AG „Cluster Forst und Holz“) ab. Auf der Statustagung werden die Arbeitsgruppen ihre bisher erreichten Ergebnisse zur Diskussion stellen, um anschließend in einem offenen Dialog mit den Anwesenden die sechs Handlungsfelder der Charta zu erweitern und zu optimieren. Kritisches Mitwirken ist erwünscht!

Statustagung Charta für Holz 2.0
Dienstag, 17.September 2019, 10.00 bis 17.00 Uhr
Design Offices Berlin, Humboldthafen, Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin.

Programm und Anmeldung

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.