C.C. Gruppe macht Quantensprung bei der Metallveredelung

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Foto: C.C. Umwelt GmbH

Die C.C. Gruppe, einer der führenden Entsorgungs- und Recyclingspezialisten für Müllverbrennungsabfälle in Deutschland, weiht heute auf dem Betriebsgelände der C.C. Umwelt GmbH in Krefeld eine neuartige Anlage zur Metallveredelung ein.

Die Technologie der Anlage mit dem Projektnamen „Stratego“ ist wegweisend: Mit ihr macht die C.C. Gruppe einen Quantensprung in der Rohstoffrückgewinnung aus Müllverbrennungsschlacken. Ab sofort wird sie Nichteisenmetalle (NE-Metalle) sortenrein aus Müllverbrennungsschlacken extrahieren. Das heißt, die Anlage trennt sogenannte leichte NE-Metalle (vor allem Aluminium), die in den Schlacken enthalten sind, von schweren NE-Metallen (vor allem Kupfer, Gold, Silber, Platin und Palladium).

Ohne „Stratego“ hat die C.C. Gruppe die leichten und schweren NE-Metalle lediglich als Gemisch wiedergewonnen und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Der betriebswirtschaftliche „Stratego“-Vorteil ist, dass die C.C. Gruppe wiedergewonnene Metalle nun direkt an Metallschmelzer vermarkten kann. Dieter Kersting, Geschäftsführer der Krefelder C.C. Gruppe sagt: „Mit ,Stratego‘ entwickeln wir aber nicht nur unser Geschäftsmodell weiter, sondern leisten auch einen wachsenden Beitrag zur CO2-Reduktion.“ Beides ist für die Kundenzufriedenheit und das Unternehmenswachstum bedeutsam.

Hochmoderne Technologie mit starken Partnern auf den Weg gebracht

C.C. hat „Stratego“ gemeinsam mit der Hamburg-Umwelt-Recyclingtechnologien (H-U-R) GmbH und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) – Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft realisiert. Bei der Einweihung der Technologie führt zunächst Markus Gleis, Wissenschaftlicher Oberrat am Umweltbundesamt Dessau-Roßlau, in einem Impulsvortrag allgemein in das Thema der Metallveredelung ein.

Foto: C.C. Umwelt GmbH

Dr. Jochen Hoffmeister, verantwortlich für den Bereich Abfall & Sekundärrohstoffe beim Düsseldorfer Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos, ordnet in seinem Vortrag den durch C.C. erreichten Produktionsstandard in die Kreislaufwirtschaft ein. Außerdem erklärt er, inwiefern „Stratego“ hilft, CO2 zu reduzieren, beispielsweise im Vergleich zu metallarmen Erzen und Bauxit, dem Ausgangsstoff für Aluminium. Prof. Dr. Kerstin Kuchta von der TUHH erläutert in ihrem Vortrag detailliert, wie sich metallische Rohstoffe aus Müllverbrennungsanlagen nachhaltig rückgewinnen lassen und welchen Beitrag „Stratego“ dazu leisten kann.

Dr. Georg Rottlaender, „Stratego“-Projektleiter bei der C.C. Umwelt GmbH, sagt: „Wir sind stolz darauf, dass wir heute eine großartige Idee und eine große Investition in die Realität überführen. ,Stratego‘ wird alle NE-Metalle aufbereiten, die an unseren Standorten in Deutschland entstehen.“ Außerdem wird die C.C. Gruppe die Metallveredelung auch anderen Unternehmen als Dienstleistung anbieten.

Mit „Stratego“ komplettiert die C.C. Gruppe ihr Portfolio der Entsorgungsdienstleistung. Dieses umfasst Aktivitäten in der Hausmüllverbrennungsindustrie, der Verwertung von Filterstäuben und Rauchgasreinigungsmassen sowie der Aufbereitung und Verwertung von Schlacken, insbesondere durch die hochwertige Rohstoffschaffung bei Wertmetallen.

Quelle: C.C. Umwelt GmbH