Kunststoff-Rezyklateinsatz in Europa: Start der digitalen Monitoring-Plattform MORE

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Zeno Zerkleinerer ZTLL mit zwei Gegenmessern und PE-Granulat (Foto: Zeno)

MORE, die zentrale digitale Plattform zum Monitoring des Rezyklateinsatzes in Kunststoffprodukten, steht den Verarbeitern seit dem 25. April 2019 zur Verfügung. Diese neue IT-Plattform wurde vom europäischen Verband der Kunststoffverarbeiter (EuPC) in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und zur Unterstützung der EU-Kunststoffstrategie der Europäischen Kommission entwickelt.

Ziel ist es, die Bemühungen der kunststoffverarbeitenden Industrie nachzuhalten und zu registrieren, um das EU-Ziel von zehn Millionen Tonnen Rezyklateinsatz pro Jahr zwischen 2025 und 2030 zu erreichen. Zwischen Februar und März 2019 wurde die Plattform von ausgewählten Unternehmen in ganz Europa erfolgreich getestet und ist nun, nach der finalen Überarbeitung, in folgenden sechs EU Ländern verfügbar: Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Niederlande und Deutschland. Mit diesen Ländern werden fast 50 Prozent der in Europa verwendeten Rezyklate abgedeckt. Weitere EU Länder werden im Mai und Juni folgen, sodass bis zum Sommer 2019 die gesamte EU abgedeckt wird.

Torben Knöß, MORE Verantwortlicher bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. sagt: „Viele IK-Unternehmen setzen sich für einen erhöhten Einsatz von Rezyklaten in ihren Produkten ein. Mit der neuen digitalen Plattform haben wir nun die Möglichkeit, dieses Bemühen transparent darzustellen und der Öffentlichkeit sowie den Politikern in Deutschland und der EU zu präsentieren. MORE ermöglicht uns darüber hinaus das Nachhalten eines der IK-Recyclingziele: 2025 sollen in Deutschland mindestens eine Million Tonnen Recyclingmaterial oder nachwachsende Rohstoffe für die Produktion von Kunststoffverpackungen verwendet werden.“

Eine starke Beteiligung der Unternehmen wird für das gute Gelingen und der Glaubwürdigkeit von MORE gegenüber der Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber von entscheidender Bedeutung sein. EuPC wird daher eng mit seinen Mitgliedern zusammenarbeiten, um eine gute Förderung und Verbreitung von MORE in der kunststoffverarbeitenden Industrie zu gewährleisten. In mehreren Ländern wurden nationale Koordinatoren ernannt, die am nationalen Monitoring-Prozess teilnehmen werden, mit dem Ziel, den Zugang zu erleichtern und eine bessere Koordinierung mit der nationalen Kunststoffverarbeitung zu gewährleisten.

OEMs, Marken und Polymerplattformen werden dazu ermutigt, die Registrierung dieser Mengen durch eine verstärkte Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette zu fördern. Zu Beginn wird MORE in Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Deutsch verfügbar sein, mit dem Ziel, bis Ende 2019 die meisten Amtssprachen der EU abzudecken. „Gemeinsam werden wir mit MORE Anstrengungen unternehmen, um die EU-Ziele bis 2025 zu erreichen.“

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Quelle: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.