PVC-Altfenster: Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern gestartet

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Fensteraustausch (Foto: Rewindo GmbH)

Rewindo-Premiumpartner TMP nimmt bis Jahresmitte in seiner Niederlassung in Groß Wokern kostenlos PVC-Altfenster zum werkstofflichen Recycling entgegen.

Am 7. Januar startete die TMP Fenster + Türen GmbH, Premiumpartner der Rewindo, in ihrer Niederlassung in Groß Wokern/Landkreis Rostock ein Pilotprojekt: Erstmalig werden dort in kleinen Mengen ausgediente PVC-Altfenster aus der Region kostenfrei entgegengenommen und in Containern gesammelt. Sie werden anschließend im Rahmen des Rewindo-Recyclingsystems in der Fensterrecyclinganlage der VEKA Umwelttechnik GmbH in Hörselberg- Hainich, nördlich von Eisenach, werkstofflich recycelt und wiederverwertet.

Die von einer TMP-Anzeigenkampagne in der Tagespresse begleitete Aktion läuft bis Jahresmitte 2019 und soll nach Vorstellung von TMP-Geschäftsführer Bernhard Helbing Vorbildcharakter für weitere Fensterbaubetriebe in ganz Deutschland entfalten.

Praktisch geübte Produktverantwortung

Der Firmenchef sieht die Aktion im Einklang mit der eigenen Unternehmensphilosophie: „Es gibt eine Selbstverpflichtung der PVC-Branche in ganz Europa zur Schaffung eines geschlossenen Materialkreislaufes. Gemäß des Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus sollen bis 2025 jährlich 900.000 Tonnen PVC recycelt werden. Unser Unternehmen nimmt seine Produktverantwortung ernst und will daher den Worten sogleich auch Taten folgen lassen.“

Helbing mahnt generell einen verantwortungsvolleren Umgang mit Kunststoffabfällen an, die in der Natur nichts zu suchen hätten. Selbst die ordnungsgemäße Entsorgung in Verbrennungsanlagen hält er bei PVC-Bauprodukten für den falschen Weg: „Sie sollten im Sinne einer sparsamen Verwendung von Rohstoffen recycelt und wiederverwertet werden. Dies sehen wir eindeutig als die beste Praxis für die Umwelt.“

Verstärkte Zusammenarbeit mit Rewindo-Premiumpartnern

In der Recyclinganlage der VEKA Umwelttechnik in Thüringen werden die ausgedienten Bauelemente zunächst geschreddert und weiter zerkleinert. Dann erfolgt in unterschiedlichen Verfahren die sortenreine Trennung in Metall, Gummi, Glasreste und Kunststoff. Letzterer wird erhitzt und durch einen Filter gepresst, um letzte Fremdpartikel auszusondern. Das dabei zurückgewonnene reine PVC-Granulat ist schließlich der Ausgangsstoff für neue Kunststofffenster mit Recyclatkern.

„Wir begrüßen die Initiative der TMP ausdrücklich und sehen sie als Zeichen für eine sich verstärkende Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerkes unserer Premiumpartner“, sagt Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter. „So können wir auch die Zahl unserer Annahmestellen für Kleinstmengen erweitern und die bisherigen Erfolge ausbauen.“ Im Jahr 2017 konnte Rewindo zusammen mit seinen Recyclingpartnerbetrieben über 32.000 Tonnen PVC-Regranulat in den Produktionskreislauf zurückführen – Material für etwa 1,8 Millionen Fenstereinheiten.

Quelle: Rewindo GmbH