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„Altfahrzeugverordnung muss Kreislaufwirtschaft bei Stahl und Aluminium stärken“

BDE fordert verlässliche Absatzmärkte, hochwertige Recyclingrohstoffe und eine differenzierte Betrachtung der Metallmärkte. 

Die europäische Altfahrzeugverordnung setzt wichtige Impulse für mehr Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor. Aus Sicht des BDE kommt es nun darauf an, diese Impulse konsequent für die metallischen Stoffströme weiterzuentwickeln. Stahl, Aluminium, Kupfer und weitere Metalle seien unverzichtbare Rohstoffe industrieller Wertschöpfung. Ihre hochwertige Rückgewinnung und ihr erneuter Einsatz seien deshalb ein strategischer Hebel für mehr industrielle Resilienz in Europa.

Bei einem Expertentreffen in Duisburg bei der TSR Deutschland wurde von den im BDE organisierten Unternehmen der Metallrecyclingbranche sehr begrüßt, dass die Verordnung die Kreislauffähigkeit von Altfahrzeugen stärker in den Blick nimmt. Damit daraus ein wirksamer Beitrag für den industriellen Maßstab entsteht, brauche es regulatorische Rahmenbedingungen: vom Produktdesign über die Demontagefähigkeit, die Erfassung und Aufbereitung bis hin zu verlässlichen Absatzmärkten für Recyclingrohstoffe.

„Altfahrzeuge zeigen beispielhaft, welches Potenzial in einer konsequenten Kreislaufwirtschaft steckt. Die darin enthaltenen Metalle sind wertvolle Rohstoffe für zentrale Wertschöpfungsketten in Deutschland und Europa. Wenn es gelingt, sie hochwertig zurückzugewinnen und erneut einzusetzen, stärken wir Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts. Genau deshalb muss die Altfahrzeugverordnung auch als rohstoffpolitisches Instrument verstanden werden“, erläuterte Bernd Fleschenberg, Vorsitzender des AK Metallrecycling im BDE und COO der TSR Group.

Um dieses Potenzial in die industrielle Praxis zu übersetzen, muss aus Sicht der BDE-Experten die Altfahrzeugverordnung als Ausgangspunkt für eine breitere industrie- und rohstoffpolitische Strategie verstanden werden: „Stahl- und Metallrecycling tragen dazu bei, industrielle Lieferketten zu stabilisieren und Importabhängigkeiten bei wichtigen Rohstoffen zu verringern. Voraussetzung dafür ist, dass hochwertige Recyclingrohstoffe auch tatsächlich in der industriellen Produktion eingesetzt werden können.“

Der BDE setzt sich deshalb für vier zentrale Maßnahmen ein:

1. Absatzmärkte für Recyclingrohstoffe stärken

Verbindliche, sukzessiv steigende Mindestrezyklateinsatzquoten können insbesondere bei Stahl und Aluminium zusätzliche Nachfrage schaffen.

2. Qualität moderner Recyclingrohstoffe sichtbar machen

Recyclingrohstoffe aus modernen Aufbereitungsprozessen erfüllen heute hohe industrielle Anforderungen und sollten wichtiger Bestandteil einer europäischen Rohstoffstrategie werden.

3. Metallmärkte differenziert betrachten

Stahl, Aluminium, Kupfer und weitere Metalle unterscheiden sich in Verfügbarkeit, Nachfrage und Marktstruktur. Ein Multimetallansatz trägt diesen Unterschieden Rechnung und ermöglicht passgenaue Vorgaben für die jeweiligen Märkte.

4. Rohstoffeffizienzlabel einführen

Ein Rohstoffeffizienzlabel kann sichtbar machen, welcher Rezyklatanteil eingesetzt wurde und wie recyclingfähig ein Produkt ist.

Quelle: BDE

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