Im Juli 2026 startet am Kunststoff-Institut Lüdenscheid die dritte Auflage des erfolgreichen Verbundprojekts „Recycling“. Ziel von „Recycling 3“ ist es, innerhalb der zweijährigen Laufzeit eine umfassende und praxisnahe Wissensplattform rund um die Kunststoffkreislaufwirtschaft aufzubauen.
Der Fokus liegt dabei auf aktuellen und zukünftigen regulatorischen Anforderungen, einer globalen Marktübersicht zu verfügbaren Recyclingmaterialien sowie der detaillierten Analyse von Post-Consumer-Abfallströmen und deren Verwertungswegen. Interessenten steht die Teilnahme noch offen. Projektinformationen: https://kunststoff-institut.de/projekte/recycling-3/
Kunststoffverarbeitende Unternehmen erhalten damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage, um den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) sowohl strategisch zu planen als auch erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Ergänzend werden in Versuchsreihen innovative Ansätze zur Geruchsreduktion untersucht. Aufbauend auf den Erkenntnissen vorheriger Projekte werden hierbei Geruchsabsorber sowie thermisch-physikalische Reinigungsverfahren gezielt analysiert und weiterentwickelt.
Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise und geopolitischer Unsicherheiten gewinnt die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig tragen Recyclingmaterialien dazu bei, den CO₂-Fußabdruck von Produkten zu reduzieren. Insbesondere in Branchen wie der Verpackungs- und Automobilindustrie wird der Einsatz von Rezyklaten künftig durch gesetzliche Vorgaben weiter an Relevanz gewinnen. Verpflichtende Einsatzquoten im Zuge neuer Verordnungen machen den Einsatz von Sekundärrohstoffen perspektivisch unverzichtbar.
Das Verbundprojekt „Recycling 3“ startet im Juli 2026 und setzt genau hier an: Es schafft Transparenz in einem komplexen Themenfeld und unterstützt Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen zu verstehen, geeignete Materialien zu identifizieren und technologische Möglichkeiten zu bewerten. Neben einer kompakten Aufbereitung gesetzlicher Rahmenbedingungen bietet das Projekt eine umfangreiche Marktübersicht sowie Einblicke in die Zusammensetzung und Verarbeitung verschiedener Abfallströme.
Ein modularer Aufbau ermöglicht zudem individuelle Schwerpunkte: Neben dem Basispaket können Unternehmen zusätzliche Leistungen buchen, etwa zur gezielten Untersuchung eigener Materialien oder zur Geruchsoptimierung von Rezyklaten. Gerade Letztere stellt häufig eine Herausforderung für hochwertige Anwendungen dar und wird im Projekt durch praxisnahe Analysen adressiert.
Für das Verbundprojekt werden aktuell noch Teilnehmer gesucht. Interessierte Unternehmen sind eingeladen, sich zu beteiligen und von einem intensiven Erfahrungsaustausch sowie einer starken Wissensbasis zu profitieren.
Quelle: Kunststoff-Institut Lüdenscheid





