ElektroG/Sammelziel 2019: Bundesregierung plant „unterschiedliche Maßnahmen“

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Elektronikschrott (Foto: Michael Stelter/ TU Bergakademie Freiberg)

Das Erreichen des festgelegten EU-Sammelzieles im nächsten Jahr für Elektroaltgeräte scheint in weiter Ferne zu liegen. Dann müssen deutlich mehr Elektroaltgeräte als bisher gesammelt werden: 65 Prozent der im Durchschnitt in den zurückliegenden drei Jahren verkauften Neugeräte. Eine ambitionierte Steigerung gegenüber den jetzigen 44,9 Prozent sei daher dringend nötig, so der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

Das weiß auch das Bundesumweltministerium. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen kündigte die Bundesregierung deshalb „unterschiedliche Maßnahmen“ an. So solle ein einheitliches Sammelstellenlogo eingeführt werden, welches – an der jeweiligen Sammelstelle angebracht – ermöglichen soll, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Sammelstellen sowohl für Elektroaltgeräte als auch Altbatterien leichter auffinden können. Das Logo sei durch die relevanten Akteure im Rahmen eines gemeinsamen Kommunikationsprojekts entwickelt worden und werde im Herbst dieses Jahres offiziell vorgestellt. Es soll dann noch in diesem Jahr bei den Sammelstellen zur Anwendung kommen.

Im Dialog – Gespräche mit allen Akteuren

Zudem würden, so heißt es in der Antwort der Bundesregierung, im Rahmen bestehender organisatorischer und finanzieller Möglichkeiten aktuell Optionen zur Durchführung von Öffentlichkeitskampagnen über unterschiedliche Kommunikationskanäle erörtert. Darüber hinaus werden, auf Initiative des Bundesumweltministeriums und beginnend noch im November 2018, Gespräche mit allen nach dem Elektrogesetz relevanten Akteuren geführt. Ziel dieses Dialogprozesses sei es, gemeinsame Handlungsoptionen zur Steigerung der Sammelmenge zu erarbeiten.

Gleichzeitig sei für das Jahr 2019 ein Forschungsvorhaben geplant, das die Verbesserung der Quantität der Sammlung zum Gegenstand hat. In diesem Zusammenhang sei nach Auskunft der Bundesregierung auch das bereits laufende Forschungsvorhaben zur Restmüllanalyse zu sehen, welches Aussagen darüber ermöglicht, wie hoch der Anteil von Elektroaltgeräten ist, die über den Hausmüll entsorgt werden.

Quelle: bvse