Gülle- und Gärrestaufbereitung: Weltec-Fachforum gut besucht

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Foto: Weltec Biopower GmbH

Regen Zuspruch fand das Fachforum „Gülle- und Gärrestaufbereitung“ am 25. Oktober in Lüsche (Landkreis Vechta). Über 130 Gäste kamen auf Einladung von Weltec Biopower, um sich über die Aufbereitung von Wirtschaftsdüngern sowie die relevanten Genehmigungsvorschriften zu informieren.

Die Nährstoffthematik ist nicht zuletzt durch die neue Düngeverordnung einer der limitierenden Faktoren in der Landwirtschaft. Daher werden technische Lösungen benötigt, um die Nährstoffe wirtschaftlich aufzubereiten und andernorts etwa als Dünger oder Kompost zu verwenden.

In Niedersachsen fallen jährlich rund 59 Millionen Tonnen Tierdung und Gärreste an, die als Dünger einen wichtigen Beitrag zum Ackerbau leisten. Dennoch müssen Überschussnährstoffe aus den Veredelungsregionen gebracht werden. Aufgrund der neuen Düngeverordnung muss der Exportanteil noch erhöht werden, machte Jens Albartus, Geschäftsführer der Weltec Biopower GmbH, in seiner Begrüßungsrede deutlich.

Veredelung von Gülle und Gärresten notwendig

Um diese Logistik möglichst umweltschonend und kostengünstig zu gestalten, ist die Veredelung von Gülle und Gärresten notwendig. Eine Lösung, wie die Aufbereitung gelingen kann, stellte Jens Flerlage von Weltec vor. Mit der Kumac Gülle- und Gärrestaufbereitung wird der Wirtschaftsdünger in einem mehrstufigen Verfahren effizient zu 55 Prozent Klarwasser, 25 Prozent nährstoffreichen Feststoffen und 20 Prozent flüssigen Nährstoffkonzentrat verarbeitet. Das Güllevolumen wird mit dem Kumac-System um über die Hälfte reduziert. Flerlage hob dabei hervor, dass die Technik bereits seit 2007 an 15 Standorten in den Niederlanden und Belgien erfolgreich funktioniert. 2019 wird im sächsischen Vogtland die erste Kumac-Anlage in Deutschland in Betrieb gehen.

Aber auch in Niedersachsen gibt es Projektideen zur Kumac Gülleaufbereitung. Christine Gärke von der Agrargütervermittlung präsentierte ihr Vorhaben im Landkreis Osnabrück. Geplant ist eine Kumac-Aufbereitungsanlage mit vorgeschalteter Biogasanlage und Mikroalgenproduktion. Im Februar 2018 hat Gärke ihre Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und danach eine Kooperationsgesellschaft gegründet. In ihrem Vortrag beim Fachforum gab sie hilfreiche Tipps, wie sich eine Gülleaufbereitung als Gemeinschaftsprojekt realisieren lässt und worauf bei der Gesellschaftsgründung geachtet werden muss.

Kumac-Aufbereitungssystem wird auf EuroTier/Energy Decentral präsentiert

Denny Jonies vom Ingenieurbüro Bau-Anlagen-Umwelttechnik SHN GmbH aus Chemnitz stellte die Durchführung eines Genehmigungsverfahrens für eine Aufbereitungsanlage dar. Am konkreten Projekt der Kumac-Aufbereitung im Vogtland erklärte er, welche Besonderheiten bei der Standortwahl, der Wassereinleitung und beim Thema Emissionen zu beachten sind. Auch sprach Jonies darüber, wie wichtig die gute Zusammenarbeit mit den Behörden und den anderen Projektbeteiligten ist, damit die Planungs- und Genehmigungsphase schnell, unkompliziert und positiv zum Abschluss gebracht wird,

„Die heutigen Vorträge zeigen, dass es mit der Kumac-Aufbereitung eine praxiserprobte Lösung für den Nährstoffüberhang gibt. Jetzt heißt es handeln und nicht länger abwarten“, motivierte Jens Albartus zum Ende der Veranstaltung die Gäste des Fachforums. Wer das Fachforum verpasst hat, hat auf der EuroTier/Energy Decentral vom 13. bis 16. November in Hannover die Gelegenheit, sich über die Kumac Gülle- und Gärrestaufbereitung zu informieren. In Halle 25 auf Stand D12 freut sich das Team von Weltec Biopower auf den Austausch mit interessierten Besuchern.

Quelle: Weltec Biopower GmbH