EU-Länder bleiben wichtigste Handelspartner der deutschen Schrottwirtschaft

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Im Mai 2018 wurden nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund 351.000 Tonnen Schrott nach Deutschland eingeführt. Davon stammten rund 299.000 Tonnen aus den Ländern der Europäischen Union.

Wichtigste Lieferanten waren im Juni Polen (60.470 Tonnen), Niederlande (58.500 Tonnen), Tschechische Republik (57.800 Tonnen) und Frankreich mit 35.250 Tonnen. Im Mai 2017 waren insgesamt 464.500 Tonnen Schrott nach Deutschland importiert worden, von denen 388.500 Tonnen aus den EU-Mitgliedsländern stammten. Auch im vergangenen Jahr war Polen im Mai mit knapp 99.000 Tonnen das größte Lieferland, gefolgt von der Tschechischen Republik mit knapp 90.000 Tonnen.

Die Liefermengen aus Frankreich und aus den Niederlanden lagen bei knapp 49.000 Tonnen beziehungsweise 48.600 Tonnen. Im Vergleichszeitraum Januar bis Mai 2018 zu 2017 sind die Importe um 9,8 Prozent von 1,987 auf 1,792 Millionen Tonnen gesunken. Der Rückgang aus den Ländern der EU lag bei knapp elf Prozent. Größtes Lieferland war im vorgenannten Zeitraum die Tschechische Republik mit insgesamt 366.500 Tonnen und 8,4 Prozent mehr als 2071. Die Mengen aus Polen sanken um 2,2 Prozent von 290.200 Tonnen auf 284.000 Tonnen. Die Niederlande waren mit knapp 320.000 Tonnen Lieferleistung der drittstärkste Schrotthandelspartner, obwohl die Einfuhr gegenüber 2017 um 11,2 Prozent abgesunken ist.

Exporte

Im Mai 2018 wurden rund 687.300 Tonnen Schrott aus Deutschland exportiert, von denen knapp 548.000 Tonnen in die Länder der EU geliefert wurden. Wichtigstes Abnehmerland war im Mai mit 154.900 Tonnen Italien (112.600 in 2017) gefolgt von Luxemburg mit 111.300 Tonnen (89.740 Tonnen in 2017), den Niederlanden mit 101.000 Tonnen (161.000 Tonnen in 2017) und Belgien mit 81.100 Tonnen (100.500 Tonnen in 2017).

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 sind im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr die Exportmengen insgesamt um 4,8 Prozent von 3,74 auf 3,57 Millionen Tonnen gesunken. Die Exportmengen in die EU fielen um 7,1 Prozent von 3,24 auf 3,01 Millionen Tonnen. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben italienische Abnehmer ihre Importmengen um 30,1 Prozent von 591.300 auf 769.000 Tonnen gesteigert. Die Liefermengen in die Niederlande sanken von 855.700 auf 617.000 Tonnen, während Luxemburg seine Einfuhr von 471.500 auf 518.000 Tonnen erhöhte.

Bei den Exportzielen in Drittländer lag die Türkei mit 277.000 Tonnen gegenüber 262.500 in den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres weit vorne, obwohl auch die Schweiz als zweitwichtigster Schrottabnehmer außerhalb der EU ihre Zukäufe im vorgenannten Berichtszeitraum von 154.350 auf 168.100 Tonnen gesteigert hat. Der innereuropäische Handel war mit 84,4 Prozent gegenüber 2017 leicht rückläufig. Die Importe nach Indien haben von 29.000 Tonnen im vergangenen Jahr auf 62.400 Tonnen in diesem Jahr zugenommen.

Quelle: bvse/Birgit Guschall-Jaik