Eine Lithium-Schwemme während der nächsten Jahre gilt als unwahrscheinlich

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Detail einer Lithium-Ionen-Batterie (Foto: Cintersimone / Pixabay)

Hamburg — Branchen-Insider und Analysten sind sich einig: Prognosen, die eine Schwemme des Batteriemetalls Lithium vorhersagen, berücksichtigen weder die hohe Nachfrage ausreichend noch ziehen sie in Betracht, wie kompliziert es ist, Lithium abzubauen und vor allem zu verarbeiten.

Die Analysten von Morgan Stanley schickten Anfang der Woche viele Lithiumaktien auf Talfahrt, indem sie prognostizierten, dass 2022 ein Angebotsüberschuss von 190.000 Tonnen im Lithiummarkt zu erwarten sei. Entsprechend halbierten die Banker fast ihre Preisprognose. Diese liegt nun bei 7.699 US-$ pro Tonne.

Allerdings sind viele Branchenbeobachter und Insider ganz anderer Meinung. Ken Brinsden zum Beispiel, CEO der australischen Pilbara Minerals, erklärte, er sei der festen Überzeugung, dass fast jeder – Morgan Stanley eingeschlossen – unterschätze, wie schnell sich die Nachfrage am Lithiummarkt entwickelt. Pilbara zum Beispiel schloss zuletzt Lieferverträge mit chinesischen und koreanischen Automobil- und Batterieherstellen ab, sodass das Unternehmen einen guten Einblick in die Nachfrage aus Asien haben dürfte.

Quelle: PresseBox