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Wie lässt sich die Kreislaufwirtschaft schneller umsetzen?

Führende Akteure aus Wirtschaft und Industrie haben dazu auf der Circular Valley Convention konkrete Maßnahmen entwickelt. Das Positionspapier soll als Impuls für die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) dienen.

Im Rahmen der Circular Valley Convention am 11. und 12. März 2026 haben Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Mittelstand, Finanzwirtschaft und Innovationsökosystem gemeinsam zentrale Bedingungen für das Gelingen der NKWS erarbeitet. Die Ergebnisse wurden in einem Positionspapier gebündelt, das als Grundlage für den weiteren Dialog mit Wirtschaft und Politik dient.

Die Teilnehmenden sind sich einig: Die Transformation hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein zentraler Baustein für den Klima- und Ressourcenschutz, sondern auch entscheidend für die wirtschaftliche Resilienz und die strategische Unabhängigkeit Deutschlands und Europas.

„Die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zeigen deutlich, dass wir Kreislaufwirtschaft schneller und konsequenter umsetzen müssen“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. „Es geht nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.“

Fünf zentrale Hebel für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft

Das gemeinsam erarbeitete Papier formuliert fünf zentrale Handlungsfelder, die aus Sicht der Wirtschaft entscheidend für den Erfolg der NKWS sind:

1. Verlässliche Investitions- und Förderbedingungen schaffen
Für den flächendeckende Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle braucht es langfristige, planbare und ausreichend dimensionierte Förder- und Anreizsysteme. Diese sollten Innovationen gezielt unterstützen und Skalierung ermöglichen. Das bereits angekündigte Förderprogramm von 260 Millionen Euro sollte langfristig angelegt und perspektivisch massiv aufgestockt werden – idealerweise im zweistelligen Milliardenbereich.

2. Regionale Kreisläufe stärken und Wertschöpfung vor Ort sichern
Der Aufbau regionaler Stoffkreisläufe erhöht die Versorgungssicherheit, stärkt lokale Wirtschaftsräume und reduziert Abhängigkeiten von globalen Lieferketten.

3. Energie als Schlüsselressource sichern
Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist auf eine stabile und wettbewerbsfähige Energieversorgung angewiesen. Insbesondere der Ausbau regional verfügbarer erneuerbarer Energien spielt hierbei eine zentrale Rolle.

4. Regulierung vereinfachen und Innovation ermöglichen
Komplexe und kleinteilige regulatorische Rahmenbedingungen bremsen Innovationen. Vereinfachungen, mehr Flexibilität und gezielte Experimentierformate können helfen, neue Technologien schneller zu erproben und in die Anwendung zu bringen.

5. Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft intensivieren
Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft erfordert ein enges Zusammenspiel aller Akteure. Wirtschaft und Politik sollten noch stärker partnerschaftlich zusammenarbeiten, um gemeinsame Lösungen effizient umzusetzen. Besonders das Zusammenspiel von innovationsstarken Großunternehmen und entscheidungs- und umsetzungsstarken kleinen und mittleren Unternehmen bietet großes Potenzial, die Transformationsgeschwindigkeit und Umsetzungskraft zu erhöhen.

Circular Valley als Plattform für Dialog und Umsetzung

Mit der Circular Valley Convention hat die Circular Valley Stiftung erneut einen Raum für den offenen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geschaffen. Ziel ist es, konkrete Lösungen zu entwickeln und Impulse für die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland und Europa zu setzen. Die Stiftung versteht sich dabei als unabhängige Plattform, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und den Dialog zu zentralen Zukunftsthemen aktiv gestaltet.

„Unsere Stärke liegt darin, verschiedene Akteure an einen Tisch zu bringen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln“, sagt Dr. Carsten Gerhardt. „Die Kreislaufwirtschaft bietet enormes Potenzial – jetzt kommt es darauf an, dieses konsequent zu heben.“ Nach dem erfolgreichen Auftakt werde der Dialog weiter ausgebaut und noch mehr Unternehmen eingebunden, um die Erkenntnisse breiter abzustützen und die Basis für die Umsetzung einer Circular Economy zu verbreitern.

Quelle: Circular Valley Stiftung

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