Luftreiniger hinsichtlich Reinigungseffizienz gegen Viren und Aerosole getestet

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Bild: Nestro Lufttechnik GmbH

Vitapoint-Luftreiniger verringert Virenlast in geschlossenen Räumen innerhalb kurzer Zeit um den Faktor 1000.

Die Nestro Lufttechnik GmbH hat Ende Februar als eines der ersten Unternehmen überhaupt einen Luftreiniger in einem Labor hinsichtlich Reinigungseffizienz gegen Viren und Aerosole testen lassen. Das Fraunhofer WKI in Braunschweig, Fachbereich Materialanalytik & Innenluftchemie, hat hierzu die Leistung eines Vitapoint 3000 – für Räume von bis zu 80 Quadratmetern – unter Laborbedingungen im Hinblick auf die Reduktion unter anderen von Bakteriophagen MS2 bewertet. Diese Bakteriophagen sind mit 30 nm deutlich kleiner als zum Beispiel das SARS-CoV-2 Virus (Größe ca. 120 nm). Zudem sind die MS2 Phagen auch stabiler gegen Umwelteinflüsse und damit über Zeiträume besser nachweisbar.

Im Ergebnis „zeigte sich, dass nach dem Aktivieren des Luftreinigers 99,97 Prozent der eingebrachten Bakteriophagen aus der Kammerluft entfernt worden sind. Ebenso sank die Partikelkonzentration der ultrafeinen und feinen Partikel in der Kammerluft innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach dem Einschalten des Luftreinigers auf das Niveau des Hintergrundwertes.“ Möglich macht dies der verwendete HEPA H-14 Hochleistungsfilter mit Vorfilterschutz.

In der Prüfkammer

Vitapoint Luftreiniger 3000 (Bild: Nestro Lufttechnik GmbH)

ur Ermittlung der Reinigungseffizienz wurde der Vitapoint 3000 in eine 30 Kubikmeter große Edelstahl-Prüfkammer eingebracht, die bei einer Temperatur von 23°C und 50 Prozent relativer Luftfeuchte betrieben wurde. Die Prüfkammergröße und Prüfparameter entsprechen denen des europäischen Referenzraumes nach DIN EN 16516. Die Prüfkammer wurde statisch betrieben, der Luftreiniger wurde mittig im Raum aufgestellt mit einem Wandabstand von größer ein Meter. Durch Vernebelung wurde eine Suspension in die Kammer dosiert, die die Bakteriophagen MS2 enthielt. Nach Durchmischung wurden in regelmäßigen Zeitabständen vier Proben der Kammerluft über Sammelmedien geleitet, um die Konzentration an vermehrungsfähigen Viren zu bestimmen. Dadurch wurde zunächst die natürliche Abnahmerate in der Prüfkammer getestet. Anschließend wurde der Vitapoint 3000 eingeschaltet. Das Gerät wurde auf der maximalen Leistungsstufe mit einer Luftleistung von 2.200 Kubikmeter pro Stunde betrieben. Erneut wurden regelmäßig Luftproben zur Analyse entnommen. Über den Vergleich der zwei Durchläufe wurde die Reinigungsleistung des Luftreinigers im Vergleich zur natürlichen Abnahme bestimmt.

Zusätzlich zu der Dosierung und Sammlung der Bakteriophagen wurde die Größenverteilung und Anzahlkonzentration von ultrafeinen und feinen Partikeln gemessen. Ultrafeine Partikel sind zum Beispiel Aerosole, die für die Übertragung von Viren in der Atemluft verantwortlich sein können. Die Analytik von ultrafeinen Partikeln erfolgte mit Hilfe eines Fast Mobility Particle Sizers (FMPS 3091). Das Analysegerät stellt die Größenverteilung und die Partikelkonzentration von 5,6-560 nm mit 1 Hz Auflösung dar. Das Messprinzip beruht auf der elektrischen Mobilität der Partikel. Ergänzend dazu wurde der Größenbereich 0,3-10 μm mit einem Optical Particle Sizer (OPS 3330) gemessen. Dieses Analysegerät misst die Partikelanzahlkonzentration und die Größenverteilung mit einem optischen Zählverfahren.

Die Vitapoint-Baureihe besteht aus vier Baugrößen für Räume von 40, 80, 160 und 300 Quadratmetern. Alle Luftreiniger sind für das Ausfiltern von Viren und Aerosolen jeweils mit einem Vorfilter sowie mit einem HEPA H-14 Kassettenfilter ausgestattet, der gemäß DIN EN 1822 einen Abscheidegrad von 99,995 Prozent aufweisen muss. HEPA H-14 Filter sind am sichersten und daher der Standard in Operationssälen und in der Lebensmittelindustrie. Ein solcher Hochleistungsfilter beseitigt zum Beispiel 100-mal mehr Partikel als ein HEPA E-12 Filter. Hierauf sollte der Nutzer beim Kauf besonders achten.

  • HEPA Klasse Abscheidegrad
  • H-14 >99,995%
  • H-13 >99,95%
  • E-12 >99,5%
  • E-11 >95%
  • E-10 >85%

Die beiden größeren Geräte der Leistungsklassen 5000 und 6000 messen außerdem permanent den CO2-Gehalt der Umgebungsluft. Mit diesen leistungsstarken, aber leisen Geräten lassen sich gesundheitsschädliche Stoffe aus der Atemluft herausfiltern und die Luftqualität in stark frequentierten und belasteten Räumen deutlich verbessern. Dr. Jan Kranich, Immunologe und Forschungsgruppenleiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bestätigte dies bereits 2020: „Um das Infektionsrisiko mit SARS-Cov-2 in geschlossenen Räumen auf ein Minimum zu reduzieren, ist es […] notwendig, die Menge an Virenpartikeln, die von infizierten Menschen ausgestoßen wurden, in der Raumluft zu reduzieren. Eine hocheffiziente technische Lösung, um das zu erreichen, ist der Luftreiniger Vitapoint.“

Der Vitapoint saugt die verunreinigte Luft nahe des Bodens ab und reinigt diese über seine zwei Filterstufen. Die hygienisch saubere Luft wird anschließend über ein Lüftungsgitter an der Oberseite der Anlage zurückgeführt – es entsteht eine kontinuierliche Strömung, wobei das Umluftverfahren einen Temperaturverlust im Raum verhindert. Die abgeschiedenen Partikel verbleiben in den Filtern und werden mit diesen entsorgt. Seine einzigartige zylindrische Designform – ohne Ecken und Kanten – wurde ganz bewusst gewählt, damit der Vitapoint auch in Kindergärten, Pflege- und Seniorenheimen, Schulen und Sporthallen eingesetzt werden kann.

Fraunhofer-Untersuchungsbericht

Quelle: Nestro Lufttechnik GmbH

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