Der Umgang mit Asbest im Haushalt: ein Ratgeber

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Foto: CopleyNathan/Pixabay

Gebäude, die in den 1970ern oder davor errichtet wurden, sind möglicherweise mit nicht bekannten Materialien gebaut worden. Hausbesitzer, die Umbauten planen, sollten daher vorsichtig sein und einen Blick auf die Webseite der Resource Recovery & Waste Management Division zu Asbestwarnungen werfen: http://www.lessismore.org/materials/168-asbestos-removal-services

Asbestfasern und Krebs

Asbestfaser-Emissionen stehen in Zusammenhang mit dem Entstehen von Krebs.  Untersuchungen haben eine klare Verbindung zwischen Asbestfasern und Tumorrisiko festgestellt. Die hauptsächliche Krebsart durch Faserbelastung ist Mesotheliom; diese Krankheit entsteht in der Lungen-Schleimhaut. Die Fibern können eingeatmet werden, wenn Umbauten vorgenommen werden oder in einem Gebäude mit diesen Material gearbeitet wird. Niemand bemerkt das Infiltrieren seiner Lunge. Auch bricht der Krebs nicht umgehend aus, sondern braucht einige Jahrzehnte, um sich zu entwickeln. Dann ist die Krankheit bereits in fortgeschrittenem Stadium und schwerwiegend.

Verdächtige Materialien

Eine Wohnung kann trügerisch sicher erscheinen, obwohl faserige Schadstoffe auftreten. Viele Baumaterialien können winzige Fasern enthalten, die in die Umgebungsluft entweichen, wenn sie zerbrochen werden, stellt Recycling Guide UK fest: http://www.recycling-guide.org.uk/materials/asbestos.html

Verdächtige Materialien können in Vinyl-Bodenbelägen, Keramikfliesen oder Isolierungen verborgen sein. Ein Zerteilen dieser Materialien ist die Hauptursache für zunehmend schlechtere Gesundheit in späteren Jahren. Um derartiges zu verhindern, sollten Fachleute zur Beseitigung hinzugezogen werden. Sie wissen, wie solche Fasern zu behandeln sind, bevor sie in die Umgebungsluft gelangen. Bei älteren Gebäuden sollte die Hinzuziehung von Experten ganz oben auf der To-do-Liste stehen.

Die Beseitigung

Um jedermann vor Mesotheliom (https://mesothelioma.net/mesothelioma/) zu beschützen, beginnen die Fachleute mit der Isolierung des Haushaltsbereichs. Schutzfolien sollen die Faserpartikel zurückhalten. Je nach Material und Faservolumen kann der Bereich befeuchtet werden; die Feuchtigkeit bindet die Partikel. Danach wird jeder belastete Abschnitt sorgfältig ausgeschnitten, in feste Säcke gefüllt und abtransportiert.

Recycling des Materials

Das Asbest-belastete Material wird einer dafür qualifizierten Anlage zugeführt. Dort bleibt es so lange im Behältnis und einem gesicherten Bereich, bis es behandelt wird. Forscher haben herausgefunden, dass die Fasern bei bestimmten Temperaturen verbrannt werden können und zu einer Art Glas zusammenschmelzen, berichtet Inertam Companies: http://www.inertam.com/le-traitement-de-lamiante-sa-valorisation/?lang=en

Da sich die Fasern zu einer Art Glas verformen, können sie nicht in die Umgebungsluft gelangen. Spezialisierte Anlagen behandeln sogar die Gase, die aus den Fasern kommen, sodass nichts in die Umgebung austreten kann.

Aussondern der inerten Partikel

Die Fasern sind nun inerte Substanzen und landen typischerweise auf Deponien. Allerdings wird dadurch Raum in Anspruch genommen, der für wirkliche Abfälle fehlt. Die Wiederverwendung der vollständig sicheren Fasern sollte aber oberstes Ziel sein. Sie können nun als Recyclingprodukt verwendet werden, beispielsweise im Straßenbau als Zuschlagstoff. Einige Fasern können aufgrund ihrer Glas-Eigenschaften bei der Herstellung von Haushaltsgegenständen eingesetzt werden.

Asbestfasern als Überbleibsel, Baumaterial und natürlichen Ablagerungen sind aber auch heute noch ein Gesundheitsproblem. Falls irgendwelche Fragen zu möglichen Belastung durch sie bestehen, sollten Fachleute zur Bereinigung der Situation hinzugezogen werden: Der Schutz vor gefährlichen Partikeln muss Priorität haben.

Quelle: Mesothelioma.net