Der Anbieter von Niedervolt-Batterielösungen – „für die Mobilität von morgen“ – und Inhaber der Marke „Varta Automotive“, Clarios, hat eine Partnerschaft mit dem schwedischen Bergbau- und Metallunternehmen Boliden geschlossen. Boliden liefert künftig CO₂-reduziertes Blei an die europäischen Batteriewerke von Clarios.
Das aus gefördertem Erz gewonnene CO₂-reduzierte Blei (Low-Carbon Lead) von Boliden wird in hocheffizienten Hütten in Skandinavien geschmolzen, die den Angaben nach überwiegend mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Der Cradle-to-Gate-Fußabdruck liege dadurch bei weniger als einem Kilogramm CO₂ je Kilogramm Blei. Andere Primärbleihütten in Europa kämen im Durchschnitt auf 1,82 Kilogramm. Clarios senke damit die Emissionen der eigenen Produktion und helfe seinen Kunden, ihre Scope-3-Emissionen zu reduzieren.
Die Partnerschaft schließt Clarios zufolge eine wichtige Lücke. Mehr als 75 Prozent des Bleis, welches das Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verarbeitet, stammten bereits aus dem Recycling von Altbatterien. Clarios betreibt nach eigenen Angaben das größte geschlossene Batterierecycling-Netzwerk weltweit, in dem stündlich mehr als 8.000 gebrauchte Batterien verarbeitet würden. So würden wertvolle Materialien in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Der restliche Bedarf werde mit kohlenstoffarmen Primärblei von sorgfältig ausgewählten Partnern wie Boliden gedeckt. Niedervoltbatterien von Clarios versorgten weltweit jedes dritte Fahrzeug mit Energie – ganz gleich ob konventionelle, Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Sie seien unverzichtbar für die Unterstützung der fortschrittlichen Funktionen softwaredefinierter Fahrzeuge und für kritische Sicherheitsfunktionen.
Das „Low-Carbon Lead“ von Boliden ist Teil von „Green Transition Metals“, dem Portfolio von Boliden für recycelte und kohlenstoffarme Metalle. Das Portfolio umfasst den Angaben nach einige der nachhaltigsten Alternativen, die auf dem Weltmarkt erhältlich seien. Zur Berechnung der CO₂-Emissionen führt das Unternehmen eine Lebenszyklusanalyse nach dem „Cradle-to-Gate“-Ansatz durch, bei der jegliche Formen von Emissionsgutschriften und -ausgleichen unberücksichtigt blieben.
Quelle: Clarios




