Jordanische Regierungs-Delegation in der bvse-Hauptgeschäftsstelle

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Foto: bvse

Hochrangige Vertreter aus dem Jordanischen Umweltministerium, der Jordanischen Universität sowie der Jordanischen Handelskammer und des Statistikamtes waren gestern im Rahmen einer Exportinitiative zu Gast in der bvse-Geschäftsstelle in Bonn, um sich über Abfallmanagement und Kunststoffrecycling in Deutschland zu informieren.

In einem Referat mit anschließender Diskussionsrunde erklärte bvse-Kunststoffexperte Dr. Thomas Probst der sechsköpfigen Delegation des haschemitischen Königreichs Jordanien, die Struktur des Abfallmanagements in Deutschland und der Organisation des Kunststoffrecyclings im Speziellen. Dabei berichtete er unter anderem über aktuelle Marktgegebenheiten sowie politische und wirtschaftliche Faktoren, die die Marktstrukturen national und international derzeit wesentlich beeinflussen.

Zur Vorbereitung der Einführung einer erweiterten Produzentenverantwortung für Verpackungen in Jordanien sind der Abteilungsleiter für den Bereich Abfall, Dr. Mohammed Khashashneh (Ministry of Environment) sowie Justiziar Mohammad Al-agha (Ministry of Environment), Prof. Dr. Motasem Saidan (Leiter der Jordan University), Eng. Dania ALQudah (Jordan Chamber of Industry) und Sudki Hamdan (Leiter Umwelt, Department of Statistics) zu einer fünftägigen Informationsreise nach Deutschland gereist, auf der sie neben der bvse-Hauptgeschäftsstelle in Bonn auch das Bundesumweltministerium besuchten.

Auf dem weiteren Programm stehen in dieser Woche Besichtigungen in Recycling- und Branchenunternehmen sowie ein gemeinsamer Workshop mit RETech Germany, bei dem die Delegierten unter der organisatorischen Leitung von Agnes Bünemann (cyclos GmbH) und dem lokalen jordanischen Projektkoordinator, Dr. Mustafa Al-Jaar, zusätzlich vertiefende Erkenntnisse über die nationale Recyclinginfrastruktur im Kunststoffbereich und die Möglichkeit zur Diskussion mit hiesigen Branchenvertretern für mögliche Kooperationspartnerschaften erhalten.

Quelle: bvse