Best Practice für Chinas Umwelt – Delegation aus Behai besucht EEW-Kraftwerke

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Auf der Leitwarte des Müllheizkraftwerks Magdeburg-Rothensee: Die Vertreter der Regionalregierung von Beihai zeigten sich vor allem von der Leistungsfähigkeit der Rauchgasreinigung und der Energieeffizienz der Anlage beeindruckt (Foto: Peter Gercke/ EEW Energy from Waste GmbH)

Eine Delegation der Regionalregierung der südchinesischen Millionenmetropole Beihai hat sich über die Leistungsfähigkeit der deutschen EEW-Gruppe informiert.„China will aus der umweltschädlichen Abfalldeponierung aussteigen“, erklärt Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung von EEW Energy from Waste. Dafür würden in den kommenden Jahren mehr als 800 Müllverbrennungsanlagen benötigt.

Beihai hatte im Dezember vergangenen Jahres den Grundstein für eine erste thermische Abfallverwertungsanlage gelegt. Die Ausschreibung für den Bau der Anlage hatte der Gesellschafter der EEW-Gruppe, Beijing Enterprises Holdings Limited, gewonnen und EEW als Berater in das Projekt einbezogen. „Unser Gesellschafter profitiert damit von unserer Erfahrung und der Know-how-Transfer von Deutschland nach China erfährt seine erste praktische Umsetzung. Mit diesem Projekt leisten wir tatsächlich erstmals einen direkten Beitrag für eine bessere Umwelt in China“, sagt Karl-Heinz Müller, Chief Operating Officer und damit oberster Technikchef der EEW-Gruppe.

Beeindruckt von den Abläufen und der hohen Professionalität

Vor diesem Hintergrund informierten sich die Regierungsvertreter zum einen über die Abfallwirtschaft Berlins, das in Einwohneranzahl und Abfallaufkommen mit Beihai vergleichbar ist. Zum anderen gewährte EEW Einblicke in die Praxis des Müllheizkraftwerkes Magdeburg-Rothensee und des Ersatzbrennstoffkraftwerkes Knapsack in Köln. Beide Kraftwerke werden wie 16 weitere in Deutschland oder dem benachbarten Ausland gelegene Anlagen von EEW betrieben. „Unsere Gäste zeigten sich in beiden Anlagen beeindruckt von den Abläufen und der hohen Professionalität der Betriebsführung“, erzählt Bernard Kemper.

„Es war uns wichtig, der Regionalregierung zu zeigen, dass EEW als Berater für den Bau der ersten Müllverbrennungsanlage in Beihai Garant dafür ist, die Energie des Abfalls mit größtmöglicher Effizienz nutzbar zu machen und gleichzeitig strengste Umweltauflagen nach europäischen Standards zu erfüllen“, führte Karl-Heinz Müller abschließend aus. In den derzeit 18 Anlagen der Unternehmensgruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall energetisch verwertet werden. Durch die Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie erzeugt EEW Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte. EEW beschäftigt an allen Standorten sowie in seiner Unternehmenszentrale in Helmstedt insgesamt rund 1.150 Mitarbeiter.

Quelle: EEW Energy from Waste GmbH