Innovative Schlacken-Nassaufbereitung in der Top Ten der Green Tec Awards

882
Sortieranlage (Foto: Mitteldeutsche Schlacken Union GmbH)

Magdeburg — Mit ihrem Projekt zur „Nassaufbereitung von Schlacken“ hat es die Mitteldeutsche Schlacken Union GmbH & Co. KG in die Top 10 der Green Tec Awards 2018 in der Kategorie Ressourcen + Recycling geschafft. Die MDSU-Gesellschafter Heiko Neumann und Geschäftsführer André Hartl sehen sich darin bestätigt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, als sie vor einigen Jahren begannen, ihre heute europaweit modernste Technologie zur Aufbereitung von Schlacke aus Hausmüll-Verbrennungsanlagen zu entwickeln.

Bei konventioneller Schlackeaufbereitung werden die Rohschlacken am Müllheizkraftwerk abgeholt und beim Aufbereiter mehrere Wochen zwischengelagert, danach über Brecher, Siebe und Sortieranlagen geschickt, um die Metalle von der verbleibenden Schlacke zu trennen. Die Restschlacke ist danach als der überwiegende Teil auf Deponien zu entsorgen, was rund 80 Prozent des Ausgangsmaterials entspricht.

Die MDSU setzt jedoch eine innovative und inzwischen am Markt etablierte Technologie ein. Durch sie wird das Verhältnis umkehrt und mehr als 80 Prozent wiederverwertbar gemacht. Wertvolles Deponievolumen kann so eingespart und die Gesteinskörnungen aus den natürlichen Vorkommen durch die gewaschene Mineralikfraktionen ersetzt werden. Das MDSU-Nasswaschverfahren soll dies möglich machen. Die Rohschlacken werden sehr zeitnah aufbereitet. Am Ende des neuartigen Nassverfahrens stehen mineralische Recycling-Baustoffe, die bereits jetzt im Industriebau eingesetzt werden können. Die im Prozess gewonnenen Eisenschrotte und Nichteisenmetalle sind nach Darstellung der IHK Magdeburg qualitativ so hochwertig, dass sie direkt in Stahlwerken und Eisenhütten wiederverwertet werden können. Lediglich 15 bis 20 Prozent des Ausgangsmaterials landen noch auf den Deponien.

„Wir leisten somit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und schonen natürliche Rohstoffvorkommen“, betonen Heiko Neumann und André Hartl. Und: „Wir freuen uns, dass dies das Wettbewerbsmanagement des GreenTech Awards auch so sieht.“

Quelle: Industrie- und Handelskammer Magdeburg