Renewable Materials Conference vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg

Können Unternehmen eine bezahlbare und resiliente Versorgung mit fossilen Rohstoffen sicherstellen?

Es ist eine paradoxe Situation: Die Risiken fossiler Rohstoffe treten deutlicher denn je zutage, dennoch konkurrieren Chemieunternehmen mehr als zuvor um den Zugang zu einem schrumpfenden Angebot an verlässlichen und kostengünstigen fossilen Quellen. Stattdessen sollten sie ihre Positionierung bei nicht-fossilen Rohstoffquellen beschleunigen, um sich auf den Übergang zu erneuerbarem Kohlenstoff vorzubereiten.

Das goldene Zeitalter ist vorbei: Fossile Energieträger haben ihren Zenit überschritten, erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig geworden, und von nun an wird – und muss – die Nutzung fossiler Ressourcen zurückgehen. Fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind mit einer Reihe gravierender Probleme und Risiken verbunden. Zu den wichtigsten zählen der Klimawandel, eine unsichere Versorgungslage, starke Preisschwankungen, eine lineare statt eine Kreislaufwirtschaft, sowie mangelnde Resilienz und strategische Autonomie. Darüber hinaus kann Europa zurzeit mit anderen Weltregionen, die einen besseren Zugang zu günstigerem Erdöl haben, kaum konkurrieren.

Für einige Branchen, darunter die Chemie- und Kunststoffindustrie, ist Kohlenstoff jedoch bislang ein unverzichtbarer Bestandteil einer Vielzahl von Alltagsprodukten. Anders als der Energiesektor können diese Industrien nicht vollständig dekarbonisiert werden – stattdessen müssen sie defossilisiert werden. Dafür muss fossiler Kohlenstoff durch erneuerbare Kohlenstoffquellen aus Biomasse, CO₂ und Recycling ersetzt werden.

Doch wie können wir dieser „fossilen Falle“ entkommen und den Übergang zu erneuerbarem Kohlenstoff schaffen? Glücklicherweise arbeiten bereits seit Jahren Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen – von Startups bis hin zu großen multinationalen Konzernen – an Technologien, Skalierungsstrategien und politischen Rahmenbedingungen, um diesen Wandel voranzutreiben. Auch die Politik beginnt zunehmend, den Übergang mit verschiedenen Instrumenten zu unterstützen.

Diskussionsrunde bei der Renewable Materials Conference (Foto: nova-Institut GmbH)

Die Renewable Materials Conference bringt all diese Akteure zusammen und hat sich zu einem zentralen Gipfeltreffen für die Defossilisierung der Chemieindustrie entwickelt, auf dem diese Pioniere ihre neuesten Entwicklungen und Strategien diskutieren. Was ist bereits heute möglich? Wann werden neue Technologien den Sprung in den Massenmarkt schaffen? Und wie beeinflussen die politischen Rahmenbedingungen Märkte und Wettbewerbsfähigkeit?

Vom 22. bis 24. September treffen sich 400 bis 500 Expertinnen und Experten in Siegburg bei Köln zu 75 Vorträgen, 20 Podiumsdiskussionen und 17 interaktiven Workshops. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung, zahlreiche Networking-Möglichkeiten während ausgedehnter Kaffee- und Mittagspausen sowie drei Abendveranstaltungen. Auch ein benutzerfreundliches Matchmaking-Tool steht zur Verfügung.

Das finale Programm ist hier zu finden: https://renewable-materials.eu/program/

Quelle: nova-Institut GmbH

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