Trimet Aluminium SE baut Recyclingbereich aus

Neuer Standort Hamm stärkt Rohstoffsicherung und Kreislaufwirtschaft.

Trimet errichtet in Hamm einen neuen Standort für die Aufbereitung und Sortierung von Aluminiumschrotten. Mit dem Ausbau des Bereichs Recycling erweitert der Aluminiumspezialist seine Kreislaufkompetenz und integriert wichtige Arbeitsschritte im Unternehmen. Der neue Standort soll die Versorgung der Gießereien und Umschmelzwerke mit hochwertigen Recyclingrohstoffen stärken.

„Die Transformation der Industrie braucht leistungsfähige und stabile Stoffkreisläufe“, sagt Philipp Schlüter, Vorstandsvorsitzender der Trimet Aluminium SE. „Mit dem neuen Standort in Hamm schaffen wir zusätzliche Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung und stärken gleichzeitig unsere Fähigkeit, hochwertige Recyclingwerkstoffe für die Industrie bereitzustellen.“

Die steigenden Anforderungen an Ressourceneffizienz und Klimaschutz erhöhen die Nachfrage der verarbeitenden Industrie nach Recyclingaluminium und setzen die internationalen Schrottmärkte unter Druck. Da verfügbare Schrotte stark unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen, stellt ihre Aufbereitung für die Wiederverwertung hohe Anforderungen an Sortierung und Analyse.

Aluminiumschrott (Foto: Trimet Aluminium SE)

Diese Aufgabe übernimmt der neue Trimet Standort in Hamm. Eine moderne Sortieranlage analysiert Aluminiumschrotte mit der Laser-Technik LIBS und ordnet das Material automatisch verschiedenen Fraktionen zu. Die Anlage verbindet hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit mit präziser Sortierung. Das System wertet bis zu 150 Teile pro Sekunde spektroskopisch aus und identifiziert selbst geringe Anteile von Legierungselementen wie Silizium, Kupfer, Eisen oder Magnesium. Anschließend werden die Schrotte mithilfe gezielter Luftimpulse automatisch den jeweiligen Materialfraktionen zugeordnet. Eine Schrottpresse verdichtet das Material zu transport- und schmelzfähigen Paketen.

Der Standort ist für eine Kapazität von 40.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt und wird im Oktober 2026 den Betrieb aufnehmen. Damit integriert das Unternehmen Arbeitsschritte, die bislang überwiegend externe Partner übernommen haben. Durch die Einbindung dieser Prozesse in die Produktionsplanung der Aluminiumhütten und Recyclingwerke kann Trimet die Bereitstellung von Legierungen flexibler steuern, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen reduzieren und zugleich die CO₂-Bilanz seiner Werkstoffe verbessern. Die präzisere Sortierung erhöht die Qualität der Recyclingströme, steigert die Ressourceneffizienz und unterstützt die Entwicklung hochwertiger Aluminiumwerkstoffe mit steigenden Recyclinganteilen.

Quelle: Trimet Aluminium SE

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