Textilbündnis und SAC unterzeichnen Abkommen zu globalen Textil-Lieferketten

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Quelle: Bündnis für nachhaltige Textilien

Bonn — Die Sustainable Apparel Coalition (SAC) und das Bündnis für nachhaltige Textilien haben eine strategische Kooperation bekanntgegeben. Das Ziel: gemeinsam einen Beitrag für mehr Umweltschutz und verbesserte Arbeitsbedingungen in globalen Textil-Lieferketten leisten. Dafür haben die Kooperationspartner eine Absichtserklärung zur stärkeren Annäherung ihrer Nachhaltigkeitsanforderungen, -instrumente und Prüfverfahren unterzeichnet. Zudem können Mitgliedsunternehmen beider Initiativen zukünftig von gemeinsamen Aktivitäten und vom Wissensaustausch profitieren.

„Die Zusammenarbeit mit einer der führenden globalen Nachhaltigkeitsinitiativen in der Textilbranche ist ein wichtiger Schritt für das Textilbündnis“, erklärt Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Bündnissekretariats. „Die strategische Kooperation zwischen unseren Organisationen trägt zur Harmonisierung der Nachhaltigkeitsanforderungen sowie zu fairen Wettbewerbsbedingungen über Ländergrenzen hinweg bei.“

Grundlage für die Zusammenarbeit in den nächsten vier Jahren ist der Ansatz zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht, der in den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechten der Vereinten Nationen verankert ist und von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für den Textil- und Schuhsektor präzisiert wurde. SAC und das Textilbündnis wollen ihre Prüf- und Berichterstattungs-Verfahren weiter angleichen. Außerdem sollen gemeinsame methodische Ansätze zum Thema Wirkungsmessung eruiert werden.

„Wir glauben fest daran, dass nationale und globale Partnerschaften notwendig sind, um den enormen Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begegnen“, betont Baptiste Carrière-Pradal, Vice President of Transparency bei SAC. „Mit dieser strategischen Kooperation gleichen wir unsere Initiativen weiter an, gehen den notwendigen Schritt zu effizienteren Verfahren und erzielen somit eine größere Wirkung entlang von Lieferketten.“

Die strategische Kooperation wird Unternehmen in Europa entsprechende Werkzeuge sowie eine abgestimmte Anleitung zur erfolgreichen Umsetzung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsmaßnahmen an die Hand geben. Mitglieder beider Initiativen sollen zudem von einem reduzierten administrativen Berichtsaufwand profitieren.

Jeffrey Hogue, C&A Global Chief Sustainability Officer und Vorstandsmitglied der C&A Foundation ist überzeugt, „dass diese Kooperation Synergien für Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten schafft“. Es sei wichtig, dass Modemarken und Einzelhändler zusammenarbeiten, um branchenweite Nachhaltigkeitsthemen gemeinsam anzugehen. „Wir begrüßen das große Engagement beider Initiativen im Rahmen dieser strategischen Kooperation.“

Hendrik Heuermann, Sustainability Manager bei H&M Deutschland, kommentiert: „Wir setzen uns seit langem dafür ein, in der Textilindustrie auf lokaler und globaler Ebene mit anderen Akteuren zusammenzuarbeiten. Wir sehen die strategische Zusammenarbeit als einen logischen nächsten Schritt, um Ressourcen zu bündeln und die Hebelwirkung für eine nachhaltigere Textilindustrie zu erhöhen.“

Quelle: Bündnis für nachhaltige Textilien c/o Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH