Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für die Kunststoffkreislaufwirtschaft – Ansätze und Umsetzungsperspektiven
Die Kunststoffkreislaufwirtschaft voranzubringen ist eine wichtige industrie- und umweltpolitische Aufgabe. Daher macht die EU-Verpackungsverordnung ab 2030 Vorgaben zu Mindestanteilen an Rezyklaten. Zwar sind Recyclingtechnologien zunehmend verfügbar oder in der Entwicklung. Trotzdem zeigen aktuelle Untersuchungen, dass Recyclingkapazitäten verloren gehen und der Einsatz von Kunststoffrezyklaten nur langsam wächst. Gleichzeitig droht eine „Rezyklatlücke“ angesichts der vorgeschriebenen Mindestrezyklatanteile und der verfügbaren, hochwertigen Rezyklatmengen.
Am 15. September 2026 präsentieren Expert*innen zentrale Erkenntnisse aus aktueller Forschung und europäischer Marktanalyse – für einen offenen Dialog über Hemmnisse, Hebel und konkrete Umsetzungsperspektiven auf dem Weg zu einer funktionierenden Kunststoffkreislaufwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie kann ein tragfähiger Markt für Kunststoffrezyklate entwickelt werden? Welche Rolle können hierbei wichtige Kreislauf-Hebel wie öffentliche Beschaffung, zirkuläre Geschäftsmodelle, technologieneutrale Förderpolitik und globale Standards spielen? Und wie lässt sich eine solche Transformation koordiniert umsetzen?
Antworten liefert unter anderem das Positionspapier „Optionen für einen funktionsfähigen Markt für Kunststoffrezyklate“, das im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entstanden ist. Der Autor Prof. Dr. Henning Wilts, Co-Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut, stellt sein Papier um 10:45 Uhr vor. Danach haben die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen zu stellen. Anschließend nimmt Wilts an einer Panel-Diskussion zu „Ansätzen und Umsetzungsperspektiven für eine wirksame Kunststoffkreislaufwirtschaft“ teil. Nach einem kurzen Ausblick mit Dr. Maximilian Hempel von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), endet die Veranstaltung mit einem Netzwerk-Lunch ab 12:30 Uhr.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) lädt das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess) in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu der Veranstaltung ein. Sie findet in der Reihe „Im Dialog zu Kreislaufwirtschaft und Ressoureneffizienz“ statt und beginnt um 10 Uhr.
Quelle: Wuppertal Institut




