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„Schwammstadt muss Standard der Bauleitplanung sein“

Mit der Politik im Dialog: Parlamentarischer Abend zur wasserbewussten Stadtentwicklung.

Deutschland will die Schwammstadt. Deutschland braucht die Schwammstadt. Die Schwammstadt schafft klimaresiliente zukunftssichere und lebenswerte Städte. Bei der anstehenden Novellierung des Baugesetzbuches muss die wasserbewusste Stadtentwicklung als Standard der Bauleitplanung verankert werden.

„Die wasserbewusste Stadtentwicklung ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Baustein moderner Stadt- und Quartiersplanung“, betonte DWA-Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß bei ihrer Eröffnung des Parlamentarischen Abends „Wasserwirtschaft und Stadtentwicklung im Dialog – Auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt“ am 13. Januar in Berlin. „Unsere Städte und Gemeinden können auch in einer Welt des Klimawandels lebenswert und klimaresilient sein, wenn wir den Weg gemeinsam weitergehen, mutig, innovativ und im Bewusstsein, dass Wasser der Schlüssel zu unserer gemeinsamen Zukunft ist“, ergänzte Alexander Bonde, Generalsekretär des Co-Gastgebers Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Kommunen – so die Feststellung – tragen die Hauptverantwortung für Klimaanpassung. Nur mit konkreter Kenntnis der Situation vor Ort ließe sich die Klimaanpassung, der Aus- und Umbau zu nachhaltigen und lebenswerten Städten, effizient gestalten. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, benötigten Städte und Gemeinden belastbare Planungsgrundlagen, administrative Klarheit und langfristige finanzielle Sicherheit. Die Bundesregierung müsse bei der aktuellen Novellierung des Baugesetzbuches die Weichen entsprechend stellen. Die blau‑grüne Infrastruktur müsse integraler Bestandteil der baulichen Entwicklung werden und Standard in der Bauleitplanung sein. Heute getätigte Investitionen würden die nächsten Jahrzehnte das urbane Umfeld prägen. Es gehe um eine generationsgerechte Siedlungsentwicklung. Diese müsse an den Leitlinien einer klimaresilienten Entwicklung ausgerichtet werden.

Die wasserbewusste Stadtentwicklung brauche einen zukunftsweisenden rechtlichen Rahmen sowie einen kommunalen Konsens und starke kommunale Unternehmen. Mit der Allianz Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung hat die DWA nach eigener Aussage ein starkes interdisziplinäres Netzwerk geschaffen, um alle Stakeholder der wasserbewussten Stadtentwicklung von den Möglichkeiten und Chancen zu überzeugen und für klimaresiliente lebenswerte Städte zu begeistern. 24 Organisationen und Institute, von der Bundesarchitektenkammer über Stadtplaner und Landschaftsarchitekten bis zur Wasserwirtschaft, arbeiten gemeinsam daran, „den Umbau unserer Städte für eine bessere Starkregenvorsorge, für eine langfristige Versorgungssicherheit und vor allem für mehr Lebensqualität flächendeckend voranzutreiben.“

Wichtig sei, „wir fangen nicht bei Null an: Bundesweit haben zahlreiche Städte und Gemeinden Schwammstadtprojekte angeschoben und umgesetzt. Die Projekte funktionieren als Anpassung an den Klimawandel, haben die Lebensqualität in den Quartieren erhöht, wirken als überaus positiver Standortfaktor – und werden von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Mit diesen Best-Practice-Beispielen müssen wir werben; bei der Politik, bei kommunalen Entscheidungsträgern sowie bei der Bevölkerung vor Ort. Gemeinsam – Politik, Kommunen, Fachwelt und Zivilgesellschaft – können wir unsere Städte ökologisch, wirtschaftlich und sozial widerstandsfähig gestalten. Zentrale Basis ist der Dialog.“

Mit dem Parlamentarischen Abend Wasserwirtschaft und Stadtentwicklung im Dialog – Auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt haben DWA und DBU den direkten Austausch mit den Bundesministerien für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), der Bundesarchitektenkammer und vielen weiteren Stakeholdern noch einmal intensiviert. Für gemeinsame Lösungen, für eine zeitnahe und flächendeckende Klimaanpassung und für zukunftssichere und lebenswerte Städte.

Quelle: DWA

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