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Mülltrennung wird oft falsch praktiziert

Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage für das Umwelt- und Recyclingunternehmen Alba geben nur 3,8 Prozent der Deutschen an, ihren Abfall gar nicht zu trennen.

Rund 85 Prozent werfen jeweils ihr Altglas in den Container und benutzen die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Über 90 Prozent geben ihr Altpapier zum Recyceln. Die Älteren nehmen es dabei etwas genauer als die Jüngeren, auf dem Land trennt man seine Abfälle etwas gewissenhafter als in der Stadt. Civey befragte Mitte Juli über 2.500 Bundesbürger zum Thema Mülltrennung.

Die Zahlen geben Hoffnung. Alba-Chef Eric Schweitzer: „Die Deutschen wollen mit überwältigender Mehrheit Ressourcen schonen, Energie sparen und so das Klima schützen. Doch das scheinbar gute Ergebnis täuscht.“ Denn einer Studie des Umweltbundesamts zufolge sind zwei Drittel des Inhalts der Restmülltonne Abfälle, die man eigentlich getrennt sammeln und recyceln könnte. Den größten Anteil nimmt davon wiederum Bioabfall mit knapp vierzig Prozent ein.

„Fehlwürfe“ von bis zu 30 Prozent keine Seltenheit

Tatsächlich gaben in der Civey-Umfrage über 35 Prozent der Befragten an, ihren Biomüll nicht zu trennen, sondern in die Restmülltonne zu werfen. Dabei verpflichtet seit 2015 das Kreislaufwirtschaftsgesetz jeden zur Mülltrennung – Mieter wie Hausbesitzer.

Aber nicht nur der achtlos weggeworfene Biomüll trübt das Ergebnis der Civey-Umfrage: Wer Müll trennt, muss auch richtig trennen: Allein in der gelben Tonne sind „Fehlwürfe“ von bis zu 30 Prozent keine Seltenheit, erklärt Alba-Chef Eric Schweitzer: „Jeder, der seine Abfälle achtlos in die schwarze Tonne wirft oder falsch trennt, füttert damit die klimaschädlichen Müllverbrennungsanlagen im Land.“ Und davon gibt es viel zu viele.

Was verbrannt ist, ist unwiederbringlich verloren. Je mehr Abfall verbrannt wird, desto geringer ist der Druck den Müll zu trennen, zu sortieren und zu recyceln. Und desto höher sind die Kosten unserer Gesellschaft für Energie und die Produktion neuer Rohstoffe.“ Deutschland hat also weiter Nachholbedarf bei Mülltrennung und Recycling. Zu viel wird vergeudet. Und das Potenzial der Restmülltone ist enorm.

Quelle: Alba Europe Holding plc & Co. KG

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