EEW Stavenhagen legt Grundstein für Klärschlammverwertungsanlage

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Grundsteinlegung für die KVA Stavenhagen am 10. November 2021, von links: Morten Holpert, Technischer Geschäftsführer EEW Stavenhagen, Bernard M. Kemper, CEO EEW-Gruppe, Sarah Endres, Projektleiterin KVA Stavenhagen, Stefan Guzu, Bürgermeister Stavenhagen, Dr. Joachim Manns, COO EEW-Gruppe, Maik Lehmann, Kaufmännischer Geschäftsführer, EEW Stavenhagen, Dr.-Ing. Holger Heinig, Senior Projektleiter EEW Stavenhagen, Henrik Marschetzky, Projektleiter FBU (Foto: EEW-Gruppe)

Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG (EEW) hat den Grundstein für die zweite Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) der EEW-Gruppe gelegt. Die Anlage wird mit der Inbetriebnahme im Jahr 2023 einen umweltschonenden Verwertungsweg für kommunale Klärschlämme aus Mecklenburg-Vorpommern und den angrenzenden Regionen eröffnen.

Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der EEW-Gruppe: „EEW Stavenhagen ist das jüngste Mitglied der EEW-Gruppe. Ich freue mich deshalb besonders, heute hier den Grundstein als sichtbares Zeichen für die Fortentwicklung des Standortes legen zu können.“ Aus Sicht Kempers vereine die KVA Stavenhagen Umwelt- und Ressourcenschutz. Einerseits trage sie dem Willen des Gesetzgebers Rechnung, künftig keine belasteten Klärschlämme mehr in der Landwirtschaft einzusetzen. Anderseits schaffe sie die Voraussetzungen für das Recycling des endlichen und lebensnotwendigen Rohstoffs Phosphor. Mit Blick auf vergleichbare Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern sagt Bernard M. Kemper: „Ich hoffe auf pragmatische Lösungen, die Entsorgungssicherheit garantieren, einen Ausfallverbund ermöglichen und den Markt berücksichtigen.“

Für Dr. Joachim Manns, Mitglied der Geschäftsführung und COO der EEW-Gruppe, ist die künftige KVA ein Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz: „Die KVA Stavenhagen ist eine Umweltschutzanlage.“ Mühsam aus dem Abwasser gefilterte und im Klärschlamm gebundene Schadstoffe würden bei der thermischen Verwertung sicher zerstört oder zurückgehalten. „Unsere Anlage entzieht der Umwelt Schwermetalle und Mikroplastik aber auch Medikamentenrückstände und Hormone, anstatt sie ungefiltert auf Äcker zu kippen und damit Böden, Grundwasser und letztlich unsere Nahrungsmittel zu verunreinigen.“ Die Klärschlammmonoverbrennung sei die umweltschonendste Möglichkeit, den Abfall der Abwasserbehandlung zu verwerten. Dafür setze EEW auf Umweltschutztechnologien nach dem Standard der bestverfügbaren Technik, bekräftigt EEW-Technikchef Manns.

Am Standort Stavenhagen wird die KVA künftig grüne Energie für Strom, Prozessdampf oder Fernwärme gewinnen. Das Wärmepotential der KVA Stavenhagen würde ausreichen, etwa 80 Prozent des bislang ermittelten Bedarfs der Reuterstadt zu decken. Wichtiger noch als grüne Energie sei jedoch das Rohstoffpotential der Anlage, so CEO Kemper. Bei der thermischen Behandlung des Klärschlamms würden jährlich etwa 15.000 Tonnen phosphathaltige Asche entstehen. „Wir haben Recyclingspezialisten an unserer Seite, mit denen wir mehr als 90 Prozent Phosphat rückgewinnen können“, stellt Kemper in Aussicht. Allein wenn Deutschland nur die ab dem Jahr 2029 gesetzlich vorgegebene Recyclingquote von 80 Prozent erfüllt, könnten bis zu 40.000 Tonnen Phosphor pro Jahr in Form von Phosphatrezyklaten rückgewonnen werden. „Die Klärschlamm-Monoverbrennung in der EEW-Gruppe leistet einen wichtigen Beitrag für Deutschlands Importunabhängigkeit bei diesem kritischen Rohstoff“, betont EEW-CEO Bernard M. Kemper. Die KVA Stavenhagen werde dazu ihren Teil beisteuern.

Quelle: EEW Energy from Waste GmbH