Innovatives Upcycling und Papier aus Einweg-Bechern überzeugen

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Die stolzen Gewinner des Preises der Deutschen Systemgastronomie 2021 - von links: Wolfgang Suerbaum (Geschäftsführer IGEPA Großhandel GmbH), Andreas Simmen (Projekt- und Produktmanagement IGEPA Großhandel GmbH), Anika Wuttke (Geschäftsführerin creart Neidhardt Werbe GmbH) und Torsten Gröger (Ideengeber „CoffeeCup Paper“ und Prokurist creart Neidhardt Werbe GmbH) – Foto: BdS

Das Projekt “CoffeeCup Paper“ der creart Neidhardt Werbe GmbH und ihres Vertriebspartners, der IGEPA Großhandel GmbH, gewinnt den Preis der Deutschen Systemgastronomie 2021. Der Preis wird seit zehn Jahren vom Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) verliehen und zeichnet Personen, Unternehmen, Initiativen oder Einrichtungen in Deutschland aus, die sich in besonderer und beispielhafter Weise um die Branche Systemgastronomie und um deren Herausforderungen verdient gemacht haben.

Das Nachhaltigkeitsprojekt „CoffeeCup Paper“ trägt auf innovative Weise zur Reduzierung von Abfall aus Einweg-Papierbechern bei. Dazu wurde eigens ein neues Upcycling-Verfahren entwickelt, welches es ermöglicht, einen wertvollen Rohstoff – den Frischfaserzellstoff in Einweg-Papierbechern – der sonst im Abfall landet, auf ökonomische Weise von der Kunststoffbeschichtung in deren Innerem abzulösen und wieder dem Recyclingkreislauf zuzuführen. Der durch das Verfahren recycelbar gemachte Frischfaserzellstoff wird unter Zugabe von direkt recycelbarem Altpapier in einem grafischen Papier wiederverwertet. Dieses wurde passend zu seiner Entstehungsgeschichte „CoffeeCup Paper“ genannt und bietet durch seine besondere Entstehungsgeschichte für unterschiedlichste Unternehmen und Einsatzzwecke eine Vielzahl an Möglichkeiten für nachhaltigen Informationstransfer. Die Idee für das Upcycling-Verfahren stammt aus der Abteilung Druck und Medientechnik der creart Neidhardt Werbe GmbH. Gemeinsam mit der IGEPA Großhandel GmbH als Vertriebspartner und der zur Koehler Paper Group zugehörigen Papierfabrik Koehler Greiz GmbH & Co. KG als Produzent, wurde das Nachhaltigkeitsprojekt „CoffeeCup Paper“ dann realisiert.

„Bisher waren Einweg-Papierbecher nur zu entsorgender Abfall für die Systemgastronomen, jetzt wird etwas daraus“, so Torsten Gröger, Ideengeber zum Projekt „CoffeeCup Paper“ und Prokurist bei der creart Neidhardt Werbe GmbH. „Sie können durch die Teilnahme an dem Projekt und eine entsprechende Bechersammlung und -rückführung nicht nur Entsorgungskosten sparen, sondern vor allem auch beweisen, dass sie den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen im Blick haben und mit daran arbeiten, Kreisläufe zu schließen sowie Rohstoffe zu schonen.“ „CoffeeCup Paper“ kann von den Systemgastronomen natürlich auch für die eigenen Kommunikationsmittel genutzt werden und die Gäste können durch die Becherrückgabe in den Stores und Restaurants als Teil des Projekts gebunden und dazu motiviert werden, ökologisch verantwortungsvoll zu handeln. „Wir haben bereits beim Projektstart sehr viel Wert darauf gelegt, ökologische und ökonomische Interessen in Einklang zu bringen, um ein hochwertiges und marktfähiges Papier erzeugen zu können“, betont Wolfgang Suerbaum, Geschäftsführer der IGEPA Großhandel GmbH.

Einweg-Papierbecher werden von Verbrauchern gerne genutzt und haben zudem Hygienevorteile – gerade in Pandemie-Zeiten. Generell komplett auf sie zu verzichten, ist eher unrealistisch. Sie in den richtigen Kreisläufen zu haben, kann allerdings einen großen Unterschied machen. „Anstatt zu überlegen, wie es gelingen könnte, den Einweg-Becher per se abzuschaffen, haben wir eine Lösung gesucht und gefunden, wie man die aktuell existierenden Mengen nach Gebrauch alternativ noch nutzen, beziehungsweise darin enthaltene Rohstoffe retten und wiederverwerten kann“, erklärt Anika Wuttke, Geschäftsführerin der creart Neidhardt Werbe GmbH, die Gedanken hinter „CoffeeCup Paper“. „Das Projekt bietet eine wunderbare Ergänzung zu Mehrweglösungen, um mit existierenden Mengen an Abfall ökologisch sinnvoller umzugehen – und hier sprechen wir in diesem Fall in Deutschland allein von nicht weniger als ca. 1,7 Milliarden kunststoffbeschichteten Einweg-Papierbechern.“

Aus über 30 eingereichten und vorgeschlagenen Beiträgen wählte die Jury drei Nominierte für die Endrunde des Preises der Deutschen Systemgastronomie aus. Das Projekt „CoffeeCup Paper“ setzte sich letztlich gegen Beiträge von McDonald’s Deutschland LLC und der npdgroup Deutschland GmbH durch. Die Preisverleihung fand 17. September 2021 in München im Rahmen des offenen Teils der BdS-Mitgliederversammlung statt. Frank Bierkämper, Mitglied des BdS-Präsidiums und Franchisenehmer bei Burger King Deutschland, der die Laudatio hielt und den Gewinner kürte, lobte im Namen der Jury das Projekt „CoffeeCup Paper“ als echte Pionierarbeit, welche sich positiv auf das Image der Systemgastronomie auswirke und ein wertvoller Branchenbeitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz sei.

Mit einem klaren Ziel vor Augen haben die beteiligten Unternehmen ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen beim Projekt „CoffeeCup Paper“ bestmöglich kombiniert. Das Ergebnis der ambitionierten und engagierten Zusammenarbeit zeigt modellhaft, dass potentialträchtige, ungenutzte Möglichkeiten im Bereich des ökologischeren Handels durch die zielgerichtete Zusammenführung von Kompetenzen erfolgreich in Angriff genommen werden können. „Wir sind unheimlich stolz auf diesen Preis und die Auszeichnung des Systems „CoffeeCup Paper“ als beispielhaft und zukunftsweisend“, so Torsten Gröger. „Zu unseren primären Zielsetzungen gehört es aktuell nun zum einen noch mehr Inverkehrbringer von Einweg-Bechern für das Projekt zu gewinnen und zum anderen in Zusammenarbeit mit Städten und Kommunen eine umfassende Becherrückgabe, auch im erweiterten Umkreis der Inverkehrbringer sowie in öffentlichen Bereichen zu realisieren, – denn nur gemeinsam können wir aus Einweg einen Mehrwert schaffen, Ressourcen schonen und weiter Abfall reduzieren.“

Quelle: Neidhardt Werbe GmbH

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