Kreislauffähige Produkte – Forschungsvorhaben LiKE gestartet

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Lebenszyklus einer elektrischen Maschine im „Circular by Design“-Prinzip (Quelle: LiKE-Projektkonsortium)

Ziel des Forschungsvorhabens LiKE ist es, durch eine lebensphasenübergreifende Produktentwicklung und den Einsatz ressourcenschonender Leichtbautechnologien ausgewählte Komponenten hinsichtlich ihrer CO2-Bilanz zu überarbeiten und in nachhaltige, kreislauffähige Produkte zu transformieren.

Im Projekt liegt hierbei der Fokus auf der elektrischen Maschine und einer Hochgeschwindigkeitsschalteinheit für Energieübertragungsnetze. Dabei wird der bestehende Produktentwicklungsprozess um ökologische Aspekte erweitert und die Grundsätze einer Kreislaufwirtschaft bereits in frühen Phasen berücksichtigt. Der Einsatz neuer Marker-Technologien ermöglicht bestmögliche Sortierung und Wiederverwertung der Bauteile sowie Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Ein ganzheitlicher und lebensphasenübergreifender Produktentwicklungsprozess mit Fokus auf Ressourceneffizienz durch Leichtbau, ermöglicht die Entwicklung von Produkten mit gegrinstem ökologischem Fußabdruck.

Innerhalb des Forschungsvorhabens LiKE kooperieren die Firmen Siemens AG, ifu Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbH, Polysecure GmbH, MetisMotion GmbH und THM Recycling Solutions GmbH mit den Forschungseinrichtungen Institut für Leichtbau- und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, Institut für Aufbereitungsmaschinen und Recyclingsystemtechnik (IART) der TU Bergakademie Freiberg und Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zur Erarbeitung eines neuartigen, ökologisch fokussierten Entwicklungsprozesses für Produkte der Energiewende. Hierzu erfolgt parallel die systematische Entwicklung eines digitalen Zwillings durch konsequente Design-, Simulations-, und Werkstoffprozesse, gekoppelt mit Life Cycle Assessment (LCA) Analysen und einer Recycling-fokussierten Konstruktion.

Das Projekt ist in vier Hauptarbeitspakete aufgeteilt:

Zur Erfüllung der funktionalen und ökologischen Anforderungen findet im ersten Hauptarbeitspaket „Entwicklung ressourceneffizienter Produkte“ ein lebensphasenübergreifender Entwicklungsprozess für die ausgewählten Komponenten statt. Das zweite Hauptarbeitspaket „Digital vernetzte Konstruktionsmethodik“ stellt die Entwicklungsmethodik für Produkte der Kreislaufwirtschaft zur Nutzung im ersten Hauptarbeitspaket bereit, wobei eine starke Interaktion zwischen den beiden Arbeitspaketen vorherrscht.

Innerhalb des dritten Hauptarbeitspakets „Technologien der Kreislaufwirtschaft“ erfolgt die Bereitstellung neuer Technologien zur Erarbeitung der ökologischen Ziele. Das letzte Hauptarbeitspaket „Validierung und Technologietransfer“ erbringt den Nachweis der Funktionsfähigkeit der Bauteile und Technologien mit dem Zweck der Validierung und des Transfers aller erarbeiteten Ergebnisse und Informationen zwischen den Konsortialpartnern.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau (TTP LB) – Programmlinie 2: CO2-Einsparung und CO2-Bindung durch den Einsatz neuer Konstruktionstechniken und Materialien – des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für drei Jahre bis 2023 gefördert und durch den Projektträger Jülich betreut. Förderkennzeichen: 03LB2008G

Quelle: Kummer:Umweltkommunikation GmbH

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