IKEA kooperiert mit MUD Jeans: Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

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Foto: IKEA

Denim wird wohl nie aus der Mode kommen – dafür spricht auch, dass in Europa rund 500 Millionen Jeans jährlich verkauft werden. Für die neueste Kooperation hat sich IKEA mit der nachhaltigen und Fair-Trade-zertifizierten Denim-Marke MUD Jeans zusammengetan, und gemeinsam setzen die Partner ganz auf Recycling.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der IKEA-Klassiker „Klippan“. Mit neuen Bezügen aus recycelten und natürlichen Materialien schenken die Partner in die Jahre gekommenen Sofas und ausrangierten Jeans ein neues Leben. Die Kollektion ist voraussichtlich ab Mitte April online und in den IKEA-Einrichtungshäusern erhältlich.

MUD Jeans ist ein Pionier im Bereich nachhaltiger Textilien, denn das Geschäftsmodell des Unternehmens mit Sitz in den Niederlanden erfüllt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Damit schafft das Unternehmen bereits heute, was IKEA bis spätestens 2030 erreichen will: zirkulär wirtschaften und ausschließlich aus erneuerbaren und recycelten Materialien produzieren.

Von der Jeans zum Klippan Cover

Eine MUD Jeans enthält zwei Materialien: Biobaumwolle und recycelte Baumwolle. Der Recyclinganteil liegt bei 40 Prozent, diese stammen aus ausrangierten Jeans. Die übrigen 60 Prozent bestehen aus biozertifizierter Baumwolle. Überzeugt von diesem nachhaltigen Materialansatz haben die beiden Partner „Post-Consumer-Denim“ nun auch zu einer kreislauffähigen Textilquelle für IKEA gemacht.

Die beiden neuen Sofabezüge für Klippan enthalten – genau wie eine MUD Jeans – jeweils 40 Prozent recycelten Denim und 60 Prozent Biobaumwolle. Der Anteil aus recyceltem Denim entspricht zwei Paar ausgedienten Jeans pro Sofabezug. Verglichen mit branchenüblichen Produktionsmethoden für Denim spart IKEA – angeblich – mit jedem Bezug 27.000 Liter Wasser ein und reduziert den CO2-Fußabdruck um 67 Prozent. Die neuen Bezüge erscheinen in zwei Varianten: eine aus hellblauem Jeansstoff, eine aus dunkelblauem.

Zusammen einen Unterschied machen: Von linear zu circular

IKEA und MUD Jeans teilen den Standpunkt, dass Unternehmen für die Abkehr von linearen Wirtschaftsmodellen Hand in Hand arbeiten müssen und sich nur mit vereinten Kräften ein branchenweiter Wandel erreichen lässt: „Die Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, wie sich zwei Unternehmen, die sich für die Einführung von Kreislaufwirtschaft einsetzen, zusammenschließen, um diesen Wandel zu beschleunigen. Die Partner beschreiten einen Teil des Weges gemeinsam, um Abfälle und Verschwendung zu minimieren und die Auswirkungen ihres Geschäfts auf die Umwelt zu reduzieren.“

IKEA hat sich einer Transformation verschrieben und begonnen, alle Bereiche des Geschäfts zu überarbeiten und diese an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auszurichten. Das beinhaltet den Angaben zufolge die Kundenbegegnung, die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen, die Materialbeschaffung sowie die Entwicklung der gesamten Lieferkette. Durch Wiederverwendung, Aufarbeitung, Aufbereitung und Recycling will IKEA den Kreis bis spätestens 2030 schließen.

Quelle: IKEA

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