ifo-Produktions-Erwartungen der deutschen Industrie haben sich etwas aufgehellt

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Bild: Pixabay

Sie stiegen im Januar auf 8,4 Punkte, nach 5,1 im Dezember. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor.

„In der Autoindustrie und der Pharmazie sind die Erwartungen deutlich gestiegen“, kommentiert ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Hingegen deutlich gesunken ist der Indikator bei den Herstellern von Möbeln und von Bekleidung.“

In der Autoindustrie und ihren Zulieferern haben sich die Erwartungen deutlich verbessert. Der Indikator blieb aber negativ bei minus vier Punkten, nach minus 18 im Dezember. Auch in der Pharmazie ist der Indikator deutlich gestiegen, von sechs Punkten auf 16 im Januar. Die Hersteller von Getränken wollen ihre Produktion ausweiten. Der Indikator stieg auf plus neun Punkte, nach null im Dezember. Die Chemie bleibt optimistisch gestimmt, der Indikator stieg auf gute 15 Punkte.

Dagegen ziehen in der Bekleidungs- und in der Möbelindustrie dunkle Wolken auf: Bei der Bekleidung fiel der Indikator deutlich auf minus 81 Punkte, nach plus 42 im Dezember; bei Möbeln auf minus 16, nach plus 24 im Dezember. Auch bei Herstellern von Textilien und von Leder, Lederwaren und Schuhen haben sich die Aussichten eingetrübt. Bei Textilien fiel der Indikator auf null Punkte, nach plus 11 im Dezember und bei Lederherstellern auf minus 48 Punkte, nach minus 33 im Dezember.

Das Statistische Bundesamt hat seine Zahlen zur Industrieproduktion im abgelaufenen Dezember am gestrigen Montag veröffentlicht. Das ifo Institut befragt im Rahmen seiner monatlichen Konjunkturumfrage circa 2000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe nach ihren Produktionsplänen bzw. -erwartungen für die nächsten drei Monate. Die Unternehmen werden gebeten, ihre voraussichtliche inländische Produktionstätigkeit mitzuteilen. Sie können ihre Pläne mit „steigen“, „etwa gleich bleiben“ und „abnehmen“ kennzeichnen. Der hier angegebene Saldowert der Erwartungen in Punkten ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „steigen“ und „abnehmen“.

Quelle: ifo Institut

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