Das muss man beim Server-Recyclen beachten

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Foto: Sergio Stockfleth / pixabay.com

Das Thema Recycling betrifft in der Wirtschaft grundsätzlich fast alle Branchen. Auch im IT-Bereich gibt es reichlich Material, welches sich für Recycling eignet. Viel Hardware, wie etwa ausrangierte Server, enthält potentielle Gegenstände, die unter Umständen für das Recycling in Frage kommen. Allerdings muss man einige Dinge beachten, bevor man tatsächlich feststellen kann, wie viel Sinn ein solcher Vorgang tatsächlich macht.

Recycling, neu verwenden, spenden – welche ist die nachhaltigste Lösung?
Grundsätzlich ist das Thema Server und Recycling relativ kompliziert. Denn beim Recycling geht es in den meisten Fällen auch um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Schließlich will man durch das Recycling erreichen, dass man Ressourcen schont, und nach Möglichkeit den Impact auf die Umwelt verringert. Bei Servern handelt sich nun um komplexe Geräte, welche nicht ganz einfach zu recyceln sind.

In vielen Fällen muss Chemie eingesetzt werden, oder auch aufwändige Arbeitsprozesse, um letztlich einen Server in seine Bestandteile zu zerlegen, was die Umweltbilanz verschlechtern kann. Unterm Strich ist es also immer die große Frage, ob das Recycling von Servern tatsächlich Sinn ergibt, oder ob man nicht etwa auf eine Folgenutzung setzt, wenn man einen alten Server ausrangiert.

Es bieten sich prinzipiell etwa die neue Nutzung oder das Umfunktionieren von Servern an. Ein Server lässt sich hervorragend etwa an eine bedürftige Organisation weitergeben, die sich neuwertige IT nicht unbedingt leisten kann.

Bei der Weitergabe beachten
Falls man sich dazu entschließt, einen Server weiterzugeben, dann ist es vor allem notwendig, sich Gedanken über die Datensicherung und allgemeine Sicherheit der Systeme zu machen. Der Server muss frei von jeglichen Daten sein, sodass diese nicht in fremde Hände gelangen können. Dies kann mitunter schlimme Auswirkungen auf das eigene Unternehmen haben.

Der Bedarf an Servern ist rund um die Welt riesig. Unternehmen wie etwa VPN-Anbieter, Universitäten oder andere Forschungsinstitutionen, die Server bereitstellen, sind nicht selten daran interessiert, alte aber funktionstüchtige Server in das eigene Netzwerk zu integrieren. Was aber, wenn diese Möglichkeiten nicht in Frage kommen, und man tatsächlich auf Recycling setzen muss?

Den richtigen Recyclingpartner finden
Es gibt selbstverständlich Unternehmen, welche das Recycling von Servern anbieten. Allerdings muss man sich, sofern man Wert auf die Nachverfolgung der tatsächlichen Verwertungskette legt, im Vorfeld informieren, was dort tatsächlich geschieht. Denn nicht wenige Anbieter verkaufen ihre Services zwar als Recycling, verkaufen die Server aber lediglich weiter, so dass diese in manchen Fällen in Länder verschifft werden, in welchen weniger strenge Umweltrichtlinien bezüglich Recycling gelten. Dass man damit der Umwelt keinen Gefallen tut, ist klar. Es gibt jedoch Anbieter, welche Transparenz über ihre Kunden und Arbeitsprozesse gewähren, sodass man durchaus solche finden kann, denen zu vertrauen ist.

Recycling – wo landen die Teile wirklich?
Wenn man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, dann muss man auch darauf Acht geben, wo und wie Produkte recycelt werden. Dies ist entscheidend dafür, ob und wie viel Schaden an der Umwelt entsteht. Recycling ist, in diesem Fall, nicht unbedingt automatisch positiv für die Umwelt. Der Energiekonsum ist immer zu berücksichtigen, und nicht zuletzt auch die Verwendung von giftigen Chemikalien.

Information ist alles – und wer sich damit auseinandersetzen möchte, der kann definitiv seinen Beitrag dazu leisten, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Das Recycling von Servern ist durchaus möglich, und kann in manchen Fällen Sinn ergeben. Es ist jedoch wichtig, sich im Vorfeld genügend Informationen über die Recycling-Abläufe zu machen. Nicht jedem Anbieter sollte man gleich auf Anhieb vertrauen.

Autor: Thomas Heindl

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