Stadler erwirbt Mehrheitsbeteiligung an der weeeSwiss Technology AG

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Stadler-Referenzanlage in Dubai (Foto: Stadler Anlagenbau GmbH)

Die Stadler Anlagenbau GmbH gab den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der weeeSwiss Technology AG bekannt, dem Spezialisten für schlüsselfertige Recyclinganlagen für elektrische und elektronische Altgeräte (Waste Electric and Electronic Equipment – WEEE). Mit diesem Schritt erweitert Stadler sein Angebot um das Segment des Elektroschrottrecyclings. Dieser Sektor verzeichnet ein rasches Wachstum als Reaktion auf den zunehmenden Druck, diese Art von Abfällen umweltschonend zu entsorgen und auf diese Weise Ressourcen effizienter zu nutzen und einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten.

Elektro- und Elektronikschrott ist das weltweit am schnellsten wachsende Abfallsegment, dessen aktuelles Jahresvolumen sich auf rund 50 Millionen Tonnen beläuft. Die Nachfrage nach Recycling dieses Materials steigt rasch. In aller Welt treten Gesetze zur Regelung der Entsorgung von Elektronikschrott in Kraft, um dessen Auswirkungen auf die Umwelt einzudämmen und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern, indem einzelne Komponenten recycelt und wiederverwendet werden. Auch das zunehmende Bewusstsein in der Bevölkerung für die Bedeutung einer effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen spielt eine maßgebliche Rolle bei dieser Entwicklung. Aus Elektronikschrott können zahlreiche Materialien gewonnen werden, die für neuartige kohlenstoffarme Technologien und Elektronik sehr gefragt sind. Hier bieten sich für Recyclingunternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten.

Ein Geschäftszweig, der große Chancen bietet

„weeeSwiss passt perfekt zu Stadler“, erklärte Willi Stadler, Geschäftsführer der Stadler Anlagenbau GmbH. „Mit dieser Partnerschaft erweitern wir unser Angebot um Elektronikschrott, einen Sektor, der in der Recyclingbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Unsere Kunden profitieren gleichzeitig von dem Know-how der weeeSwiss in puncto WEEE-Recyclinganlagen und den Vorteilen des weltweiten Stadler Vertriebs- und Service-Netzwerks, unserem starken Projektmanagement und unserer Erfahrung im Bau großer Sortieranlagen.“

Jochen Apfel, CEO der weeeSwiss, ergänzte: „Angesichts des zunehmenden Marktbedarfs an Metallen, die bei der Entwicklung unserer Technologien eine unmittelbare Rolle spielen, gewinnt Elektronikschrott jeden Tag an Bedeutung. Es ist ein Geschäftszweig, der große Chancen bietet. Die Nachfrage treibt die Rohstoffpreise in die Höhe, sodass sich Investitionen in eine Recyclinganlage schnell amortisieren. In aller Welt erkennen Länder die Vorteile der Aufarbeitung von Elektronikschrott und das daraus resultierende Geschäftspotenzial. Zusammen mit Stadler ist weeeSwiss in der idealen Position, den Anforderungen dieses anspruchsvollen Marktes mit den marktführenden WEEE-Recyclinganlagen gerecht zu werden.“

WEEE-Recycling Pionier mit mehr als 25 Jahren Branchenerfahrung

weeeSwiss verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und unterstützt als Pionier der WEEE-Recycling-Technologie seine weltweiten Kunden mit seinen Betriebs- und Marktkenntnissen. Heute bietet das Unternehmen Betreibern von Elektronikschrott-Recyclinganlagen umfassende EPC-Dienstleistungen (Engineering, Procurement and Construction). Dabei beginnt das Unternehmen mit einer detaillierten Analyse der Anforderungen des Kunden und entwickelt einen Recyclingprozess sowie ein entsprechendes Anlagen-Layout.

Es folgen die Installation und Inbetriebnahme. weeeSwiss bietet spezielle Schulungsprogramme, sodass das Personal des Kunden in der Lage ist, die Anlage auf höchstem Niveau zu betreiben. Zudem unterstützt weeeSwiss seine Kunden bei der Vermarktung der Produkte: das Unternehmen hilft den Kunden bei Marktforschung und Machbarkeitsstudien, Besuchen bei potenziellen Kunden und der Beurteilung des Elektronikschrotts des Betriebs. Es bietet Abnahme-Vereinbarungen zur Förderung des Verkaufs der ausgehenden Fraktionen. Mit seinen detaillierten Kenntnissen der internationalen Märkte und seinem globalen Netzwerk stellt weeeSwiss sicher, dass seine Kunden die bestmöglichen Preise für rückgewonnene Grundstoffe, beispielsweise Edelmetalle, Nichteisen-, Eisen- und Kunststoffmaterialien erzielen können.

Die beiden Unternehmen werden ihr gebündeltes Know-how einsetzen, um gemeinsam neue Lösungen, Verfahren und Technologien für WEEE-Recycling zu entwickeln. Ihre Arbeit wird dabei von den Ressourcen der Stadler Innovations- und Testzentren in Altshausen sowie in Krsko, Slowenien, profitieren. Darüber hinaus können die Unternehmen auf bestehenden Kooperationen von weeeSwiss mit Schweizer Universitäten aufbauen.

Quelle: Stadler Anlagenbau GmbH

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