Kupferpreis zog im August um rund 280 US-Dollar pro Tonne an

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Kupfer-Armaturen (Foto: Pixabay)

Die globale Kupferminenproduktion sank aufgrund temporärer Minenschließungen im Zuge des Shutdowns bis Ende Mai 2020 um 2,2 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Kupferminen reduzierte sich um rund zwei Prozent.

Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information: Während die Erzeugung in Peru wegen zusätzlicher operativer Probleme in größeren Minen besonders stark sank, konnte sie in Chile, Indonesien und dem Kongo teilweise noch deutlich anziehen. In Indonesien beziehungsweise im Kongo wurden im Vorjahr Minen erweitert beziehungsweise neu erschlossen, Chile erholt sich von den Produktionseinschränkungen im Jahr 2019. Die Raffinadeproduktion zog bei einer zwei Prozent geringeren Kapazitätsauslastung leicht um 0,5 Prozent an, wobei die stark rückläufige Sekundärproduktion aufgrund des geringen Schrottangebots belastete. Der Rückgang beim weltweiten Verbrauch beträgt zwei Prozent. Die Erholung beim Verbrauch führte in China zu einem Anstieg um 3,5 Prozent, konnte aber den Rückgang der Verbräuche in anderen Regionen (USA, EU, Japan) von durchschnittlich acht Prozent nicht kompensieren.

Weiterer Abbau der Bestände zu erwarten  

Die Kupfervorräte an der LME sanken im Laufe des August 2020 um rund 30 Prozent auf noch 89.350 Tonnen. Kompensierend wirkte der Anstieg der Lagerbestände an der SHFE auf rund 171.000 Tonnen und an der Comex auf 85.425 Tonnen. Bis Jahresende erwartet die IKB einen weiteren Abbau der Bestände, der vor allem in den asiatischen Lagerhäusern erfolgen dürfte. Ein Großteil der Volumina dient der Absicherung von Finanztransaktionen. Die weltweiten Vorräte reichen für den Bedarf von knapp sechs Tagen. Nach dem Angebotsdefizit von 414.000 Tonnen im Jahr 2019 wird auch für das Gesamtjahr 2020 ein leichtes Angebotsdefizit erwartet. Zwar war im ersten Quartal 2020 ein deutlicher Angebotsüberschuss im globalen Kupfermarkt von 130.000 Tonnen aufgelaufen, dieser wurde aber schon in den Monaten April und Mai komplett abgebaut.

Der Kupferpreis zog im Verlauf des August 2020 um rund 280 US-Dollar pro Tonne an. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet die IKB eine steigende Nachfrage insbesondere aus der Automobil- und Elektroindustrie. Die angestrebte Energiewende in Europa als mittelfristiger Treiber der Nachfrage hat in den vergangenen Monaten weitere politische Unterstützung erhalten. Die nachfragesteigernden Trends der Automobilindustrie zur E-Mobility und einem vermehrten Elektronikeinsatz im Pkw sind ebenfalls ungebrochen. Preissteigernd wirkte sich im August 2020 die Entwicklung der investiven Nachfrage aus: Die Zahl der Handelskontrakte stieg um rund elf Prozent. Bis Ende 2020 erwartet die IKB ein Preisniveau von 6.700 US-Dollar pro Tonne mit einer Bewegung in einem Band von +500 US-Dollar pro Tonne um diese Marke.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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