Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland sinkt auf 4,6 Millionen

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Bild: Pixabay

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im August auf 4,6 Millionen Menschen gesunken, von 5,6 Millionen im Juli. Das haben exklusive Berechnungen und Schätzungen des ifo Instituts auf Basis seiner Konjunkturumfrage ergeben.

Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 17 auf 14 Prozent. „Der Rückgang war vergleichsweise kräftig im Handel, beim Gastgewerbe und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, aber wesentlich geringer in der Industrie“, sagt ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Nach der ifo-Schätzung sank die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie nur leicht von 2,1 auf 1,9 Millionen Menschen, also von 30 auf 27 Prozent der Beschäftigten. Zum Beispiel waren in der Metallindustrie im August noch schätzungsweise 465.000 Menschen auf Kurzarbeit, nach 509.000 im Juli. Der Anteil schrumpfte von 45 auf 41 Prozent der Beschäftigten. Im Fahrzeugbau sank die Zahl von 423.000 auf 347.000, der Anteil von 38 auf 31 Prozent. Im Maschinenbau sank sie von 378.000 auf 336.000 Menschen, der Anteil ging von 35 auf 31 Prozent zurück. In der Elektrobranche sind nun 234.000 Personen in Kurzarbeit, nach 271.000 im Juli. Der Anteil an der Beschäftigung betrug 29 Prozent, nach 34 Prozent im Juli.

Wesentlich stärker ging die Kurzarbeit bei den Dienstleistern zurück. Im Gastgewerbe sank die Zahl der Kurzarbeiter von 465.000 auf 377.000 Menschen, was noch 34 Prozent entspricht. Im Juli waren es 42 Prozent. In Verkehr und Lagerei blieb sie stabil bei 256.000, also bei 14 Prozent. Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen gab es einen Rückgang von 603.000 auf 457.000, also von 26 auf 20 Prozent der Beschäftigten.

Auch im Handel ist die Zahl der Kurzarbeiter weiter kräftig zurückgegangen, von 637.000 auf 414.000. Im Einzelhandel sank die Zahl von 240.000 auf 104.000 Mitarbeiter, was einem Rückgang von 10 auf 4 Prozent der Beschäftigten entspricht. Im Großhandel schrumpfte die Zahl von 257.000 auf 210.000 Menschen, also von 18 Prozent auf 15 Prozent der dortigen Beschäftigten. Im Kfz-Handel waren im August 100.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 140.000 im Juli. Das ist ein Rückgang von 21 auf 15 Prozent.

Quelle: ifo-Institut

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