Europäische Kommission startet Befragung zu nachhaltigen Flugkraftstoffen

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Tanklager auf einem Flugplatz (Foto: Pixabay)

Die Kommission prüft derzeit verschiedene politische Optionen zu Entwicklung und Einführung von nachhaltigen Flugkraftstoffen in der EU und hat eine öffentliche Konsultation zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im Luftverkehrssektor eingeleitet. Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte aus Industrie und Gesellschaft sind eingeladen, Feedback und Meinungen bis zum 28. Oktober mitzuteilen.

Die EU-Kommissarin für Verkehr, Adina Vălean, sagte: „Um die Ziele des europäischen Grünen Deals zu erreichen, muss der Verkehrssektor seine Emissionen um 90 Prozent reduzieren. Es wird erwartet, dass alle Verkehrsträger, einschließlich des Luftverkehrs, dazu beitragen werden. In den vergangenen Monaten wurde der Luftfahrtsektor von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen. Das Ziel unserer Initiative ReFuelEU Aviation für nachhaltige Flugzeugtreibstoffe ist es, den Aufschwung als Chance für die Luftfahrt zu nutzen, grüner zu werden und zur Erreichung der Klimaziele der EU beizutragen, indem wir das weitgehend ungenutzte Potenzial nachhaltiger Flugkraftstoffe fördern.“

Nachhaltige Flugzeugtreibstoffe (fortgeschrittene Biokraftstoffe und mit Strom erzeugte Treibstoffe) haben das Potenzial, die Emissionen von Flugzeugen erheblich zu senken. Dieses Potenzial ist jedoch weitgehend ungenutzt, da diese Treibstoffe nur 0,05 Prozent des gesamten Düsenkraftstoffs ausmachen. Mit der ReFuelEU Aviation-Initiative sollen Angebot und Nachfrage nach nachhaltigen Flugzeugtreibstoffen in der EU gesteigert werden. Damit kann der ökologische Fußabdruck des Luftverkehrs verringert werden und der Luftverkehr kann zur Verwirklichung der Klimaziele der EU beitragen. Die Initiative wurde als Teil des europäischen Green Deals im Dezember 2019 angekündigt und wird Teil der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität sein, die noch vor Ende 2020 verabschiedet werden soll.

Die Konsultation ist auf dem Portal „Ihre Meinung zählt“ verfügbar.

Quelle: EU-Kommission

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