Verpackungen: Entsorger in Österreich fordern einheitliche Sammlung

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Leichtverpackungen zur Abholung bereit (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets sowie der EU-Kunststoffrichtlinie stellen Österreich sowie die Akteure der Abfall- und Ressourcenwirtschaft vor große Herausforderungen.

Zur Erreichung der EU-Ziele braucht es einen umfassenden übergreifenden Ansatz, der den Unternehmen die dringend notwendige Planungs- und Investitionssicherheit liefert. „In diesem Zusammenhang ist eine österreichweit einheitliche Sammlung aller Verpackungen von zentraler Bedeutung. Das macht das Recycling sowohl für die Bürger, aber auch für die Unternehmen einfacher und effizienter“, erklärt Gabriele Jüly

Wie die Präsidentin des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) weiter ausführt, müssen die Weichen für eine nachhaltige, funktionsfähige Kreislaufwirtschaft in Österreich jetzt gestellt werden: „Isolierte Einzelmaßnahmen helfen uns dabei nicht weiter. Wir brauchen ein wirkungsvolles Gesamtkonzept, das die gesamte Wertschöpfungskette der Abfallwirtschaft umfasst und stärkt. Wir benötigen vor allem geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen für eine einheitliche getrennte Sammlung aller Verpackungen in Österreich, abgeholt direkt von Zuhause! Letztendlich hängt die EU-Zielerreichung nur von der Investitionsbereitschaft der Ressourcenwirtschaft in die notwendigen Sortieranlagen ab. Wir stellen uns dieser Herausforderung, benötigen jedoch dafür Rechtssicherheit, dann können wir in modernste und effiziente Anlagen investieren!

Außerdem – und das ist uns ganz besonders wichtig – braucht es vor allem im Bereich Kunststoffe einen funktionierenden Absatzmarkt für Sekundärrohstoffe. Hier erwarten wir uns schnellstmöglich entsprechende Weichenstellungen seitens der Politik. Es bringt uns nichts, hohe Sammelquoten zu erreichen, wenn wir dann keine Verwendung für das gesammelte Material haben. Wir fordern daher fixe Einsatzquoten von Sekundärmaterial in der Kunststofferzeugung“, unterstreicht VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly. Der kürzlich von der Wirtschaftskammer vorgelegte 10-Punkte-Plan sei „der richtige Ansatz, der jetzt rasch mit Leben erfüllt werden muss. Die Industrie hat sich stets zu Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft bekannt. Wir werden auch in Zukunft unsere ökologische Verantwortung wahrnehmen und uns bei der Umsetzung eines Gesamtkonzepts aktiv beteiligen“, betont Jüly abschließend.

Quelle: Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB)

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