Leistritz und Rittec vereinbaren strategische Zusammenarbeit

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Bild: Pixabay

Absichtserklärung für den Bau einer Pilot-Anlage unterzeichnet.

Leistritz Extrusionstechnik und Rittec Umwelttechnik entwickeln gemeinsam Lösungen für das kontinuierliche Recycling von PET-Kunststoffen. Mit der strategischen Partnerschaft begegnen die Unternehmen der drängenden Aufgabenstellung der Plastikmüllvermeidung, zunächst ausgerichtet auf den europäischen Markt. Die Kooperation beinhaltet die Realisierung und Markteinführung der „revolPET“-Technologie, einer Form des Monomer-Recyclings. Damit werden PET-Kunststoffe in ihre Ausgangsstoffe zurückgeführt.

Nach der bereits erfolgreichen Kooperation in der Forschung, haben sich Leistritz Extrusionstechnik und Rittec Umwelttechnik weitere gemeinsame Ziele gesetzt: Eine erste Turnkey-Anlage für die Verarbeitung von zehntausend Jahrestonnen Inputmaterial soll voraussichtlich bis Ende 2021 errichtet und in Betrieb genommen werden. Hierfür bringt Leistritz ihre Technologie für Hochleistungsextruder ein und zudem ihr Wissen im Projektmanagement bei der Konzeption und Umsetzung von technischen Gesamtanlagen.

Leistritz-Geschäftsführer Anton Fürst setzt bei der Zusammenarbeit auf den Ausbau des Geschäftsfeldes Recycling: „Wir arbeiten seit Jahren intensiv in diesem Segment. Downcycling oder nicht recycelfähige Kunststoffverbindungen sind hier der limitierende Faktor. Mit dem revolPET-Ansatz geht man hier einen großen Schritt in Richtung erfolgreiches chemisches Recycling.“ Denn die EU-Gesetzgebung (Single Used Plastic Directive, (EU) 2019/904) fordert energisches Handeln: Allein Getränkeflaschen sollen, unabhängig von Pfandsystemen, bis 2029 mit einem Anteil von 90 Prozent gesammelt und recycelt werden.

PET-Wachstumsmärkte bedienen

Die im Rahmen eines BMBF-geförderten Forschungsprojektes entwickelte Technologie revolPET bietet dringend benötigte Recyclingoptionen für die vielgestaltigen Verpackungen in den Branchen Kosmetik, Lebens- und Reinigungsmittel an und eröffnet damit große Wachstumsmärkte. Bislang stellen Multilayer- und opake Verpackungen für das Recycling ein Problem dar. Dank des innovativen revolPET-Verfahrens werden keine Restriktionen an die Ausgangsmaterialien gestellt. Carsten Eichert von Rittec Umwelttechnik: „Unsere Vision ist, dass unsere Technologie dazu beiträgt, die globale Herausforderung rund um PET-Verpackungen zu lösen.“ Allein in Deutschland und im dualen System können jährlich rund 200.000 Tonnen PET-Verpackungen (Quelle: Institut cyclos-HTP 2017) nicht werkstofflich verwertet werden, sie landen in der Verbrennung – für Europa liegen die Schätzungen bei mindestens 1,4 Millionen Tonnen.

Rittec Umwelttechnik liefert mit ihrer patentierten Technologie revolPET sowie dem Basic-Engineering einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des PET-Recyclings. Das Unternehmen verfügt zudem über umfassendes Wissen in den Bereichen der Depolymerisation und dem Aufreinigen von Monomeren. Rittec und Leistritz setzen bei ihrer Partnerschaft auf die Förderung und Durchführung weiterer Forschungsprojekte, um die Technologie gemeinsam voranzutreiben und zu optimieren sowie ergänzende Verfahren zu entwickeln.

Quelle: Rittec Umwelttechnik GmbH

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