Gemeinsamer Kampf gegen Plastikmüll in der Umwelt

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Foto: © GIZ / Günther Wehenpohl

Die Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt (Alliance to End Plastic Waste) informierte heute über eine strategische Partnerschaft mit UN-Habitat (Programm für menschliche Siedlungen) zur Implementierung von Lösungen hin zu einer Kreislaufwirtschaft, welche Geschäfts- und Existenzmöglichkeiten schafft und gleichzeitig die Ressourcenrückgewinnung fördert.

Die neue Partnerschaft wird Strategien zur Verbesserung der Abfall- und Ressourcenwirtschaft in stark durch Plastikmüll belasteten Städten entwickeln. So wird in sechs ausgewählten Städten in Ostafrika und Südasien das sogenannte Waste-Wise-Cities-(WWC)-Tool von UN-Habitat verwendet, um Abfallströme abzubilden, potenzielle Plastikmüll-Leckagen von Abfallbewirtschaftungssystemen abzuschätzen und kurz- und langfristig Wege zu finden, die Menge an eingesammeltem, recyceltem und verwertetem Plastikmüll zu erhöhen.

Das Programm unterstützt die Allianz bei der Fokussierung auf die Entwicklung sinnvoller Projekte in Städten mit stark durch Plastikmüll belasteten kommunalen Gemeinschaften sowie bei der WWC-Challenge, bis 2022 weltweit 20 Städte von Müll zu säubern und eine nachhaltige Abfallbewirtschaftung zu etablieren.

„Für die zwei Milliarden Menschen weltweit, für die es keine Müllabfuhr gibt, stellt der Mangel an Daten ein erhebliches Hindernis für die Entwicklung eines wirksamen Entsorgungsprogramms für feste Siedlungsabfälle dar“, sagt Jacob Duer, Präsident und CEO der Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt. „Durch unsere Zusammenarbeit mit UN-Habitat werden wir städtischen Führungskräften erstmals eine umfassende Einsicht in ihre Abfallbewirtschaftungssysteme und deren Lücken sowie Verbesserungslösungen bieten. Wir gehen davon aus, dass die Arbeit eine unmittelbare und anhaltende positive Wirkung auf diese sechs Städte haben wird und hoffen, das Gelernte dann zu nutzen, um das Programm auf weitere städtische Gemeinschaften anzuwenden.“

Bei den teilnehmenden Städten handelt es sich um Nairobi und Mombasa, in Kenia, Addis Abeba und Bahir Dar, in Äthiopien, Thiruvananthapuram (Kerala) und Mangaluru (Karnataka), in Indien. Am Ende des Programms, welches über die nächsten zehn bis zwölf Monate laufen wird, wird in den ausgewählten Städten eine umfassende Einschätzung der Abfallbewirtschaftungspraktiken abgegeben, mit dem Ziel, Lösungskonzepte zur Erhöhung der Menge an eingesammeltem und verwertetem Plastikmüll zu erstellen. Die Einschätzungen können Durchführbarkeitsstudien für Investitionen in mehr Infrastruktur für Plastikmüll-Abfallbewirtschaftung vorschlagen.

Die Partnerschaft wird auch darauf hinarbeiten, lokale Interessenvertreter zu verpflichten, um sicherzustellen, dass zuständige Mitglieder der Gemeinschaft und maßgebliche Akteure in der Abfallkette von Anfang an involviert sind, um so in den ausgewählten Städten durch einen integrativen Ansatz Infrastrukturlücken zu schließen und die Belastung mit Plastikmüll zu reduzieren.

Informationen zu Alliance to End Plastic Waste

Bei der Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt (Alliance to End Plastic Waste) handelt es sich um eine internationale, gemeinnützige Organisation, die im Kampf gegen Plastikmüll in der Umwelt mit der Regierung, gemeinnützigen Umwelt- und Wirtschaftsförderungsorganisationen sowie mit Gemeinschaften weltweit zusammenarbeitet. Die Programme und Partnerschaften konzentrieren sich auf Lösungen in vier Kernbereichen: Infrastruktur, Innovation, Bildung und Abfallentsorgung. Per Juni 2020 zählt die Allianz fast 50 Mitglieder, Firmen und Unterstützer, die globale Unternehmen und Organisationen in ganz Amerika, Europa, Asien, Südostasien, Afrika und im Nahen Osten vertreten.

Quelle: Alliance to End Plastic Waste

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