Deutschland übernimmt den Vorsitz der Ostsee-Meeresschutzkommission

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Foto: Pixabay

Am 1. Juli 2020 hat Deutschland für zwei Jahre den Vorsitz der Helsinki-Kommission (Helcom) zum Meeresschutz der Ostsee übernommen. Die zentralen Umweltprobleme der Ostsee sollen angegangen werden: Die Überversorgung mit Nährstoffen, Munitionsaltlasten, Meeresmüll, Unterwasserlärm und Klimawandel belasten die marinen Ökosysteme der Ostsee.

Ein weiteres Ziel ist es, den Schutz von marinen Arten und Lebensräumen zu verbessern und dafür das Netzwerk mariner Schutzgebiete und sein effektives Management weiterzuentwickeln. Deutschland will den wirtschaftlichen Aufbau nach der Corona-Krise auch für Fortschritte beim Meeresschutz und bei Klimafragen nutzen.

Unter dem Motto „Gemeinsam für unser Meer, die Ostsee“ will Deutschland in enger Zusammenarbeit mit den übrigen Ostseeanrainerstaaten und der Europäischen Union den Schutz der Ostsee vorantreiben. Dabei steht „gemeinsam“ auch für eine vertiefte Kooperation mit NGOs, Interessenverbänden und der Wissenschaft. Eine wichtige Aufgabe wird die Harmonisierung der Helcom-Ziele mit der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie sein.

Des Weiteren sollen die Verbindungen zwischen der Helsinki-Kommission und anderen in der Ostseeregion tätigen regionalen Akteuren, wie dem Ostseerat und Baltfish, der regionalen Fischereiorganisation der Ostsee, gestärkt werden. Wie das Bundesumweltministerium weiter mitteilt, setzt sich Deutschland für eine engere Verzahnung der Arbeiten der Helsinki-Kommission mit weltweiten Prozessen und Zielen wie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ein.

In der Helcom arbeiten Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Schweden sowie die EU zusammen. Grundlage ist das rechtlich verbindliche Helsinki-Übereinkommen von 1992 zum Schutz der Ostsee vor allen Formen der Verschmutzung von Land, auf See und aus der Luft. Die Vertragsstaaten verpflichten sich zum Schutz von Habitaten und der Meeresbiodiversität sowie zur nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen.

Federführend verantwortlich für den Helcom-Vorsitz ist das Bundesumweltministerium. Die Vorsitzfunktionen werden von einem Bund-Länder-Team wahrgenommen. Das Umweltbundesamt stellt die Vorsitzende, Repräsentanten aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern übernehmen für jeweils ein Jahr den Vize-Vorsitz.

Quelle: Bundesumweltministerium

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