MDR Wissen-Doku fragt: „Wohin mit unserem Giftmüll?“

889
Foto/Bildrechte: MDR/Längengrad Filmproduktion

Gefährliche Chemieabfälle wurden lange Zeit einfach in die Landschaft gekippt – besonders schlimm in Bitterfeld-Wolfen. MDR Wissen zeigt, wie giftige Abfälle heute gelagert und recycelt werden: am Sonntag, 10. Mai 2020 um 22.00 Uhr im MDR-Fernsehen, und ab sofort in der ARD Mediathek sowie bei mdr-wissen.de.

Tag für Tag fällt in Industrie- und Verbrennungsanlagen tonnenweise Giftmüll an. Was bei nicht-fachgerechter Entsorgung passieren kann, zeigt das Beispiel Bitterfeld-Wolfen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden dort gewaltige Mengen hochgiftiger Industrieabfälle einfach in die Umwelt gekippt. Schon seit 30 Jahren werden die Schäden bekämpft, doch noch immer ist der Boden in der Tiefe verseucht, das Grundwasser stark belastet.

Heute werden giftige Abfälle unter anderem in Untertage-Deponien gelagert – so wie in Herfa-Neurode an der hessisch-thüringischen Grenze. Dort befindet sich die größte Giftmüll-Deponie der Welt. Mehr als drei Millionen Tonnen gefährlicher Industrieabfälle lagern in den Stollen eines Salzbergwerks. Was dorthin gebracht wird, ist giftig bis in alle Ewigkeit. Über die langfristige Sicherheit der Untertage-Deponien sind sich die Experten allerdings uneinig.

Die Dokumentation folgt den Spuren des Giftmülls und erklärt, warum wir noch heute mit Altlasten wie in Bitterfeld kämpfen, warum eine Schweizer Deponie für hunderte Millionen Euro wieder ausgegraben wurde und wie wir heute mit unseren gefährlichsten Abfällen umgehen.

Quelle: MDR Mitteldeutscher Rundfunk (Pressemitteilung)

Anzeige