Europäischen Green Deal umsetzen – die Krise nachhaltig überwinden

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Abb.: Gerd Altmann/Pixabay

Coronavirus-Pandemie: Der Grüne Punkt stützt dringende Leopoldina-Empfehlung.

Die interdisziplinäre Leopoldina-Forschergruppe spricht sich in ihrer dritten Ad-hoc-Stellungnahme ab dem Zeitpunkt des Abklingens der Pandemie unmissverständlich für eine Wirtschaftsweise aus, die sich stärker als je zuvor an der Nachhaltigkeit orientiert und sieht „hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung.“

Diese Sichtweise teilt Der Grüne Punkt. „Der erforderliche Wiederaufbau der Wirtschaft bietet eine historische Chance. Wir sollten nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Zustands anstreben, sondern Lehren für die Zukunft ziehen“, fordert CEO Michael Wiener, CEO. „Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft setzt wesentliche Impulse für Innovation, Beschäftigung und Wachstum. Dazu gehört unter anderem die umgehende Einführung eines Preises für den Verbrauch von fossilem CO2.“

„Endlich eine Kreislaufwirtschaft, die diesen Namen auch verdient“

Die Forderung nach massiven Investitionen in den Aufbau eines neuen europäischen Wirtschaftsmodells, das sich an den Zielen des Green Deals orientiert, findet wachsende Unterstützung in Wirtschaft und Politik. „Wir brauchen zum Beispiel endlich eine Kreislaufwirtschaft, die diesen Namen auch verdient“, unterstreicht Michael Wiener. „Gerade der Umgang mit Kunststoff ist ein Beispiel überkommener, das heißt linearer Bewirtschaftung von Ressourcen. Er wird weit überwiegend genutzt und dann als Abfall entsorgt. Es fehlt immer noch der Wille, in die Kreislauffähigkeit von Kunststoff zu investieren.“

Dabei sind die Zusammenhänge offensichtlich: Faktoren wie der Raubbau an den natürlichen Ressourcen und die folgende Zerstörung von Ökosystemen, der Klimawandel sowie die weltweite Verstädterung und Mobilität tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei, heißt es in der Stellungnahme der Leopoldina Forschergruppe.

Quelle: Der Grüne Punkt

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